Dax, KI-DĂ€mpfer

Dax startet schwach in die Woche - KI-DĂ€mpfer aus China

27.01.2025 - 09:32:23

Der Dax ist am Montagmorgen schwach in die Handelswoche gestartet.

Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 21.135 Punkten berechnet, 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. "Zum Wochenstart kommt der DĂ€mpfer aus China fĂŒr die hoch bewerteten KI-Unternehmen in den USA und sorgt zunĂ€chst auch fĂŒr Minuszeichen in Frankfurt", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Das chinesische Start-Up Deepseek zeigt den Open AIs dieser Welt, wie KI mit wenig Budget geht und vielleicht bald kostenfrei fĂŒr alle möglich ist. Der US-Technologieindex Nasdaq fĂ€llt vorbörslich um 2,3 Prozent und lĂ€utet damit zunĂ€chst das Ende der Trump-Euphorie in New York ein." "Im Wochenverlauf könnte der Dax dann von der Geldpolitik und den PCE-Inflationsdaten aus den USA in eine stĂ€rkere Konsolidierung gezwungen werden. Der Index ist im Januar bereits ĂŒber 1.500 Punkte gestiegen. Es stellt sich eine gewisse Rally-MĂŒdigkeit bei den Anlegern ein. Der PCE-Bericht am Freitag könnte zum ZĂŒnglein an der Waage werden, um die geldpolitischen Erwartungen und damit auch die Aktienkurse in die eine oder andere Richtung zu verschieben." Denn ob eine weitere Zinssenkung der Fed komme, werde stark von den Inflationsdaten abhĂ€ngen.

Die MĂ€rkte hĂ€tten ihre Erwartung fĂŒr die nĂ€chste (und vielleicht letzte) Zinssenkung der Fed in den vergangenen Wochen von Oktober auf Juni vorgezogen. "Es wĂ€re nun eine herbe EnttĂ€uschung, sollte die Kerninflation in den PCE-Daten den vor gut drei Wochen gemeldeten RĂŒckgang nicht bestĂ€tigen. Die Fed dĂŒrfte sich dann entscheiden, die Zinsen lĂ€nger höher zu belassen, um sicherzugehen, dass sich die Inflation wirklich beruhigt hat." "Die allgemeine konjunkturelle SchwĂ€che und Fortschritte bei der InflationsbekĂ€mpfung bringen die EuropĂ€ische Zentralbank in dieser Woche in eine gĂ€nzlich andere Lage. Von ihr versprechen sich die Investoren in diesem Jahr vier weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte." Dabei gelte als ausgemachte Sache, dass es am Donnerstag den ersten Schritt gebe. Donald Trump sei gerade drauf und dran, die wirtschafts- und handelspolitischen Eckpfeiler sichtbar zu verschieben und das könnte auch auf die Geldpolitik Einfluss nehmen. Es bleibe eine Debatte mit offenem Ausgang, wie die VolatilitĂ€t in den geldpolitischen Erwartungen seit Weihnachten eindrucksvoll zeige. "Alles in allem könnte es eine gute Idee fĂŒr Anleger sein, die geldpolitischen Hoffnungen an die beiden großen Notenbanken regelmĂ€ĂŸig zu hinterfragen", so Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagmorgen etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,0474 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9547 Euro zu haben.

@ dts-nachrichtenagentur.de