ROUNDUPTrump, Rettet

'Rettet Tiktok'

19.01.2025 - 17:08:31

Der designierte US-PrÀsident Donald Trump hat nach der Abschaltung von Tiktok in den Vereinigten Staaten erneut signalisiert, dass er die beliebte Video-App dort erhalten möchte.

"Rettet Tiktok", schrieb der Republikaner, der am Montag vereidigt wird, auf der von ihm mitgegrĂŒndeten Plattform Truth Social - wie hĂ€ufig komplett in Großbuchstaben.

In einem weiteren Post erklĂ€rte Trump wenig spĂ€ter, dass er direkt nach seinem Amtsantritt eine VerlĂ€ngerung der Frist durch eine prĂ€sidiale Anordnung in die Wege leiten werde, die dem chinesischen Tiktok-EigentĂŒmer Bytedance gesetzt wurde, um sich von seinen US-GeschĂ€ften zu trennen.

Trump brachte außerdem die Idee ins Spiel, eine gemeinsame Unternehmung zwischen den bisherigen und möglichen neuen US-EigentĂŒmern von Tiktok zu schaffen. "Ohne die Zustimmung der USA gibt es kein Tiktok. Mit unserer Zustimmung ist es Hunderte von Milliarden Dollar wert - vielleicht Billionen", schrieb er.

Die App hatte sich am spĂ€ten Samstagabend (Ortszeit) kurz vor Ablauf der Frist fĂŒr einen Zwangsverkauf seiner GeschĂ€fte in den USA abgeschaltet. Eine Warnmeldung in der App richtete sich an die mehr als 170 Millionen US-Nutzer und deutete auf eine mögliche Lösung unter Trumps zukĂŒnftiger Regierung hin.

Bytedance war im vergangenen Jahr nach US-Recht verpflichtet worden, seine Beteiligung innerhalb von 270 Tagen zu verkaufen. Nach Ablauf der Frist am Sonntag hĂ€tte Tiktok aus den Download-Stores von Apple US0378331005 und Google US02079K1079 entfernt und von technischer Infrastruktur abgeschnitten werden mĂŒssen. Mit der Deaktivierung kam Bytedance diesen Maßnahmen zuvor.

Trump hatte Tiktok zuvor bereits einen dreimonatigen Aufschub in Aussicht gestellt, fĂŒr den die rechtliche Grundlage jedoch unklar ist. Dem Gesetz zufolge kann der US-PrĂ€sident zwar eine FristverlĂ€ngerung von 90 Tagen gewĂ€hren. Als Voraussetzung dafĂŒr wird aber genannt, dass es aussichtsreiche Verkaufsverhandlungen gibt.

@ dpa.de