Experte: Weltordnung mit fĂŒnf MĂ€chten könnte stabil sein
07.01.2026 - 23:48:26Die Geschichte lehre, dass FĂŒnfer-Systeme im Gegensatz zu Dreier-Konstellationen relativ lange dauerten, sagte MĂŒnkler in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2". ZusĂ€tzlich zu den USA, China und Russland mĂŒssten sich die EU und Indien als einflussreiche MĂ€chte etablieren.
Das wĂ€re jedenfalls sinnvoller als in der gegenwĂ€rtigen Weltlage, die von Aktionen wie der Festnahme des venezolanischen PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro geprĂ€gt sei, an das Völkerrecht zu erinnern. Beim Völkerrecht gebe es keinen HĂŒter, der die Regeln durchsetzen könnte, so MĂŒnkler.
MĂŒnkler sieht NeutralitĂ€t als Position der SchwĂ€che
"Das wird keine freundliche Weltordnung sein, die da auf uns zukommt", sagte MĂŒnkler. Aber fĂŒnf relevante KrĂ€fte könnten eine machtbasierte Ordnung darstellen. Eine militĂ€rische NeutralitĂ€t, wie sie Ăsterreich pflege, sei nicht attraktiv. "In einer Weltordnung, wie wir sie jetzt haben, ist NeutralitĂ€t eigentlich, sich freiwillig in eine Position der SchwĂ€che und der relativen Bedeutungslosigkeit zu bringen."
MĂŒnkler war Professor am Institut fĂŒr Sozialwissenschaften der Humboldt-UniversitĂ€t in Berlin und gilt als fĂŒhrender Forscher zur Geschichte von Imperien.

