Devisen: Euro erholt von Vortagsverlusten
02.04.2024 - 20:50:26Die GemeinschaftswĂ€hrung notierte im New Yorker Handel zuletzt bei 1,0763 US-Dollar. Der Euro machte damit seine Verluste vom Montag gröĂtenteils wieder wett. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0749 (Donnerstag: 1,0811) US-Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,9303 (0,9249) Euro gekostet.
Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem RĂŒckzug. Der nach europĂ€ischen Standards erhobene Verbraucherpreisindex HVPI stieg im MĂ€rz im Jahresvergleich um 2,3 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Damit nĂ€hert sie sich weiter dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent an. Die Daten fĂŒr den gesamten WĂ€hrungsraum werden erst am Mittwoch veröffentlicht.
"Die Inflation in Deutschland bleibt auf Entspannungskurs", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Damit wird eine Senkung der Leitzinsen durch die EuropÀische Zentralbank ab Juni immer wahrscheinlicher."
Bereits am Freitag hatten Inflationsdaten aus Frankreich und Italien Zinssenkungserwartungen durch die EZB geschĂŒrt. Die deutschen Daten belasteten daher am Dienstag den Euro nicht mehr.
Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone verschlechterte sich im MĂ€rz zwar etwas weiter, allerdings nicht so stark wie befĂŒrchtet. Alles in allem signalisierten die von S&P Global erhobenen Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes weiter einen dĂŒsteren, wenn auch leicht verbesserten Ausblick fĂŒr die Industrie der Eurozone in den kommenden Monaten, schrieb Analystin Melanie Debono von Pantheon Macroeconomics. Diese Daten gĂ€ben insgesamt wenig Anlass zur Zuversicht, dass eine nachhaltige und deutliche Erholung des Verarbeitenden Gewerbes unmittelbar bevorstehe.

