Devisen: Euro legt zum US-Dollar zu - Trump-Ultimatum verunsichert
07.04.2026 - 16:54:51 | dpa.deDie immer schÀrfer werdenden Drohungen von US-PrÀsident Donald Trump gegen den Iran halten die FinanzmÀrkte in Atem. Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete am Nachmittag 1,1574 Dollar. Am Morgen hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1557 (Donnerstag: 1,1525) Dollar fest. Der US-Dollar kostete damit 0,8652 (0,8676) Euro.
Die Unsicherheit am Devisenmarkt ist angesichts der drohenden weiteren Eskalation im Iran-Krieg hoch. Vor dem Ablauf am Mittwoch um 2.00 Uhr verschĂ€rfte Trump seine Rhetorik noch einmal. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurĂŒckzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen.
Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone belasteten den Markt kaum. Der Iran-Krieg hat die Bewertung der konjunkturellen Entwicklung durch Finanzmarktexperten stark belastet. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator fĂŒr die Eurozone ist im April regelrecht eingebrochen und auf den niedrigsten Wert seit April 2025 gefallen. Besonders stark belasten die drastisch gesunkenen Erwartungen, die den Gesamtindex fĂŒr Euroland erheblich nach unten ziehen", kommentierte Sentix und verweist auf die Folgen des Iran-Kriegs. "Investoren erkennen zunehmend, dass das Risiko einer erneuten Rezession wieder in den Fokus rĂŒckt."
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,87258 (0,87253) britische Pfund, 184,73 (183,94) japanische Yen und 0,9242 (0,9213) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.645 Dollar. Das waren rund 4 Dollar weniger als am Vortag.
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