WĂ€hrung, Österreich

Devisen: Eurokurs gibt deutlich nach - ZollankĂŒndigungen von Trump belasten

27.02.2025 - 17:05:18

Der Euro EU0009652759 hat am Donnerstag nach neuen Zolldrohungen von US-PrÀsident Donald Trump deutlich nachgegeben.

Der Kurs der europÀischen GemeinschaftswÀhrung sank auf 1,0414 US-Dollar. Zuvor hatte der Euro noch knapp unter 1,05 Dollar notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0477 (Mittwoch: 1,0487) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9544 (0,9535) Euro.

Nach uneindeutigen Äußerungen ĂŒber einen möglichen Aufschub hat US-PrĂ€sident Donald Trump klargestellt, dass Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada Anfang MĂ€rz in Kraft treten sollen. "Aus Mexiko und Kanada strömen nach wie vor Drogen in sehr hohen und nicht hinnehmbaren Mengen in unser Land", schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. Deshalb wĂŒrden die bisher ausgesetzten Strafzölle am 4. MĂ€rz in Kraft treten. Die USA importieren aus beiden LĂ€ndern Rohöl. Dies stĂŒtzt die Ölpreise. Auf Waren aus China sollen dann ebenfalls zusĂ€tzliche Zölle in Höhe von 10 Prozent gelten.

Die AnkĂŒndigung von US-Importzöllen fĂŒr die EU am Mittwochabend hatte den Euro hingegen zunĂ€chst nur wenig belastet. US-PrĂ€sident Donald Trump will Zölle in Höhe von 25 Prozent fĂŒr Einfuhren aus der EuropĂ€ischen Union erheben - "fĂŒr Autos und alle anderen Dinge". Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen. Die Aussagen waren zunĂ€chst nicht ganz so ernst genommen, da die MĂ€rkte von einem Verhandlungsspielraum ausgingen. Die AnkĂŒndigungen von baldigen Zöllen auf Waren aus Mexiko, Kanada und China schreckte auch die Anleger in Europa auf und der Euro geriet stark unter Druck.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus. So sind die AuftragseingĂ€nge fĂŒr langlebige GĂŒter im Januar stĂ€rker gestiegen als erwartet. Zuvor waren die AuftrĂ€ge noch zweimal hintereinander gefallen. Negativ ĂŒberrascht haben hingegen die ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe, die in der vergangenen Woche deutlich gestiegen sind.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,82673 (0,82868) britische Pfund, 156,73 (156,70) japanische Yen und 0,9407 (0,9392) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.872 Dollar. Das waren etwa 43 Dollar weniger als am Vortag.

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