WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro steigt nach US-Arbeitsmarktbericht - Neues Zwei-Monats-Hoch

Veröffentlicht am: 08.03.2024 um 17:00 Uhr | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat am Freitag nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zugelegt.

Am Nachmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0954 US-Dollar. Kurzzeitig war der Euro bis auf 1,0981 Dollar gestiegen und hatte so den höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0932 (Donnerstag: 1,0895) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9147 (0,9178) Euro.

Belastet wurde der Dollar durch Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Zwar ist die BeschĂ€ftigung im Februar deutlicher gestiegen als erwartet. Allerdings wurden die ZuwĂ€chse in den beiden Vormonaten deutlich nach unten korrigiert. Hinzu kommt eine steigende Arbeitslosenquote und ein schwĂ€cherer Lohnauftrieb. Positiv war auf den ersten Blick der stĂ€rker als erwartet ausgefallene Anstieg der BeschĂ€ftigtenzahl. Die AbwĂ€rtsrevision der beiden Vormonate ĂŒberkompensierte aber den unerwarteten Anstieg deutlich.

Die FinanzmĂ€rkte wurden in ihrer Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed bestĂ€tigt. "Der US-Arbeitsmarkt lĂ€uft rund, aber nicht heiß", kommentierten die Volkswirte der Commerzbank die Daten. "Die Fed kann daher in Ruhe weitere Zahlen abwarten, ehe sie die erwartete Zinswende einleitet." Die Commerzbank geht von einer ersten Zinssenkung im Juni aus. Dies wird auch an den FinanzmĂ€rkten ĂŒberwiegend so erwartet. Sinkende Zinsen belasten tendenziell eine WĂ€hrung.

Hinzu kam am Vortag eine leichte Euro-StĂ€rke: Weil sich im europĂ€ischen WĂ€hrungsraum rasche Zinssenkungen nicht abzeichnen, stieg der Eurokurs weiter. EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde hatte nach der Zinssitzung die Möglichkeit einer ersten geldpolitischen Lockerung fĂŒr Juni signalisiert. Am Freitag Ă€ußerten sich mehrere Notenbanker Ă€hnlich.

Kursgewinne erzielte der japanische Yen. Am Markt wurde auf Medienberichte verwiesen, die eine geldpolitische Wende im MĂ€rz nahelegen. Demnach könnte sich die Notenbank Japans auf der nĂ€chsten Sitzung ein StĂŒck weit von ihrer extrem lockeren Geldpolitik verabschieden. Andeutungen in diese Richtung hatten zuletzt mehrere Vertreter der Notenbank gemacht, ohne jedoch konkret zu werden.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85168 (0,85445) britische Pfund, 160,99 (161,09) japanische Yen und 0,9588 (0,9577) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2174 Dollar gehandelt. Das waren 15 Dollar mehr als am Vortag.

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