Devisen: Euro nach Fed-Zinssignalen weiter ĂŒber 1,08 US-Dollar
12.06.2024 - 21:24:51Nachdem die GemeinschaftswĂ€hrung im Anschluss an die US-Verbraucherpreisdaten krĂ€ftig zugelegt und bis auf 1,0852 US-Dollar gestiegen war, kostete sie zuletzt noch 1,0814 Dollar. Im frĂŒhen Handel hatte sie rund einen Cent weniger gekostet. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,0765 (Dienstag: 1,0730) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9289 (0,9319) Euro.
Der Euro hatte vom unerwartet abgeflauten Preisauftrieb in den USA einen AufwÀrtsschub erhalten. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozent, nachdem sie im April noch um 3,4 Prozent zugelegt hatten. Analysten hatten mit einer unverÀnderten Inflationsrate gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierten die Preise. Hier war ein Anstieg um 0,1 Prozent erwartet worden.
Die Daten spielen mit Blick auf die Geldpolitik der US-WĂ€hrungshĂŒter eine wichtige Rolle. Wegen der hartnĂ€ckigen Teuerung hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bislang von Leitzinssenkungen abgesehen - wie auch an diesem Abend. Die Zinsen wurden zum nunmehr siebten Mal in Folge auf ihrem hohen Niveau belassen. Zugleich deutete die Fed fĂŒr dieses Jahr nur eine Zinssenkung an.
Das sei eine EnttĂ€uschung, nachdem im MĂ€rz noch drei Zinssenkungsschritte in Aussicht gestellt worden seien, kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Die Börsianer haben mit einer neuen Prognose von zwei Senkungen gerechnet." Werde allerdings genauer hingeschaut, lasse sich feststellen, dass sich zumindest gut ein Drittel der Fed-Mitglieder noch immer zwei Senkungen vorstellen kann. "Zudem wurden die beiden fĂŒr 2024 gestrichenen Senkungen in die Jahre 2025 und 2026 verschoben, sodass die Zinsprognose fĂŒr Ende 2026 unverĂ€ndert bleibt."

