WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro legt zum US-Dollar leicht zu

17.04.2024 - 17:16:53 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat am Mittwoch in einem ruhigen Umfeld leicht zugelegt.

Am spÀten Nachmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0640 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0638 (Dienstag: 1,0637) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9400 (0,9401) Euro.

In der laufenden Woche hat sich der Euro nur wenig von der Stelle bewegt. Nach deutlichen Verlusten in der Vorwoche notiert er aktuell in der NĂ€he seines niedrigsten Stands seit November. Ausschlaggebend fĂŒr die SchwĂ€che ist die Erwartung einer wachsenden Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und den USA: WĂ€hrend die EZB auf eine baldige geldpolitische Wende mit sinkenden Zinsen zusteuert, dĂŒrfte sich die US-Notenbank damit noch Zeit lassen.

Entsprechend hatte sich am Dienstagabend Fed-Chef Jerome Powell geĂ€ußert. Angesichts des robusten Arbeitsmarkts und der zĂ€hen Inflation sei eine straffe Geldpolitik weiterhin angemessen, sagte er in einer Diskussionsrunde. Aktuell werden an den FinanzmĂ€rkten bis Jahresende knapp zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte erwartet. In den vergangenen Wochen sind die Erwartungen deutlich gefallen: Anfang des Jahres war noch mit etwa sechs Reduzierungen gerechnet worden.

Inflationsdaten aus der Eurozone bestĂ€tigten am Vormittag den Trend rĂŒcklĂ€ufiger Inflationsraten. Sie bewegten am Devisenmarkt aber kaum, weil die Zahlen aufgrund einer vorherigen Veröffentlichung bereits bekannt waren. Mit 2,4 Prozent liegt die Inflation nicht mehr weit entfernt von der Zielrate der EZB, die mittelfristig zwei Prozent anpeilt. Derzeit wird fest mit einer ersten Zinssenkung der Notenbank im Juni gerechnet.

Am Abend veröffentlicht die Federal Reserve ihren Konjunkturbericht "Beige Book". GrĂ¶ĂŸere Marktbewegungen löst der Bericht in der Regel nicht aus. Dennoch dĂŒrften Anleger auf Informationen zur Konjunkturlage und Preisentwicklung achten.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85400 (0,85440) britische Pfund, 164,54 (164,54) japanische Yen und 0,9693 (0,9712) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2394 Dollar gehandelt. Das waren etwa 12 Dollar mehr als am Vortag.

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