WĂ€hrung, Spanien

Devisen: Euro legt zu - Zollkonflikt belastet US-Dollar

16.04.2025 - 16:27:40

Der Euro EU0009652759 hat am Mittwoch zugelegt. Der anhaltende Zollkonflikt brachte den Dollar erneut unter Druck.

Der Euro stieg auf 1,1372 US-Dollar. Im frĂŒhen Handel hatte er noch unter 1,13 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1355 (Dienstag: 1,1324) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8806 (0,8830) Euro.

Der Dollar wurde durch Aussagen von US-PrĂ€sident Donald Trump zum Konflikt mit China belastet. "Der Ball liegt bei China. China muss ein Abkommen mit uns schließen. Wir mĂŒssen keinen Deal mit denen machen", zitierte die Sprecherin Karoline Leavitt aus einer ErklĂ€rung des PrĂ€sidenten. Zudem verschĂ€rfte die US-Regierung die EinschrĂ€nkungen fĂŒr Lieferungen von KI-Chips nach China.

Peking sei durchaus offen fĂŒr GesprĂ€che mit den USA im zuletzt eskalierten Handelskrieg zwischen beiden LĂ€ndern, knĂŒpfe diese aber offenbar an zahlreiche Bedingungen, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Von Trump etwa fordere China mehr Respekt.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus. So sind die EinzelhandelsumsĂ€tze im MĂ€rz wie erwartet merklich gestiegen. Der sogenannte "Liberation Day", an dem Trump neue Zölle gegenĂŒber den meisten LĂ€ndern der Welt verkĂŒndete, war erst am 2. April. "Ob der Umsatzanstieg die Konjunktursorgen dĂ€mpfen kann, darf angesichts des Zoll-Chaos aber bezweifelt werden", schreiben die Ulrich Wortberg, Analyst bei der Helaba. Zudem ist die Industrieproduktion im MĂ€rz erstmals seit November gefallen.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85618 (0,85570) britische Pfund, 162,09 (161,85) japanische Yen und 0,9260 (0,9242) Schweizer Franken fest. Die Feinunze kostete am Nachmittag in London 3.309 Dollar. Das waren etwa 78 Dollar mehr als am Vortag.

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