Devisen: Euro baut Gewinne zum US-Dollar aus - Bericht ĂŒber US-ZollplĂ€ne treibt
20.01.2025 - 21:07:40 | dpa.deZuletzt notierte die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,0412 US-Dollar. Damit ist der Kurs seit dem Morgen um mehr als einen Cent gestiegen. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frĂŒhen Nachmittag noch deutlich tiefer auf 1,0316 (Freitag: 1,0298) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9693 (0,9710) Euro gekostet.
Auslöser fĂŒr den Kurssprung waren Spekulationen, dass die neue US-Regierung keine Eile mit der Ănderung ihrer Handelspolitik hat. Unter anderem hatte die Zeitung "Wall Street Journal" berichtet, dass es wohl keine schnellen Erhöhungen der Zölle geben werde. Die Aussicht auf eine Verzögerung sorgte fĂŒr Erleichterung und eine allgemein freundliche Stimmung an den FinanzmĂ€rkten, was den als sicher geltenden US-Dollar am Nachmittag belastete.
In seiner Antrittsrede als neuer US-PrĂ€sident hatte Donald Trump zwar angekĂŒndigt, Zölle und Steuern gegen andere LĂ€nder zu verhĂ€ngen, um so die amerikanischen BĂŒrger zu entlasten. "Es werden riesige GeldbetrĂ€ge aus auslĂ€ndischen Quellen in unsere Staatskasse flieĂen", sagte er. Er werde sofort beginnen, das Handelssystem zu ĂŒberarbeiten, "um amerikanische Arbeitnehmer und Familien zu schĂŒtzen". Details zu möglichen Importzöllen und betroffene LĂ€nder nannte Trump aber nicht.
Neue Impulse durch die Veröffentlichung frischer Konjunkturdaten gab es nicht. Zudem bleiben die US-Börsen am Montag wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" geschlossen. Das Handelsvolumen war daher unterdurchschnittlich. Fundamental unbegrĂŒndete Kursbewegungen sind an solchen Tagen hĂ€ufiger als sonst.
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