Devisen: Euro wenig verÀndert
05.08.2025 - 20:57:46Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,1573 US-Dollar und somit etwas mehr als im europÀischen NachmittagsgeschÀft. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1546 (Montag: 1,1565) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8661 (0,8646) Euro gekostet.
Seine jĂŒngsten deutlichen Kursgewinne verteidigte der Euro. Am Freitag hatte ein ĂŒberraschend schwacher US-Arbeitsmarktbericht Spekulation auf schon baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed verstĂ€rkt. Das hatte den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen, der zuvor auf den tiefsten Stand seit Mitte Juni gefallen war.
Am Dienstag verstĂ€rkte sich das Bild einer sich abkĂŒhlenden US-Wirtschaft. So hatte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im Juli unerwartet eingetrĂŒbt. Besonders der Unterindikator fĂŒr die BeschĂ€ftigung sank. "Nur knapp steht das Stimmungsbarometer der Serviceunternehmen nun noch oberhalb der Wachstumsgrenze und die konjunkturellen Sorgenfalten werden somit gröĂer", kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. "Im Hinblick auf die Politik der US-Notenbank Fed werden die ohnehin schon ausgeprĂ€gten Erwartungen einer Lockerung im September und im weiteren Jahresverlauf wohl nochmals verstĂ€rkt."
Zudem tut US-PrĂ€sident Donald Trump alles dafĂŒr, damit die Fed kĂŒnftig eine lockere Geldpolitik fĂ€hrt, auch wenn US-Finanzminister Scott Bessent laut ihm nicht Nachfolger von Notenbankchef Jerome Powell werden will. Trump hatte zuvor immer wieder klargemacht, dass er sich fĂŒr einen Kandidaten entscheiden wird, der sich fĂŒr niedrige Zinsen einsetzt. Am Freitag hatte Vorstandsmitglied Adriana Kugler ihren RĂŒcktritt angekĂŒndigt. Dies gibt Trump die Möglichkeit, das Direktorium mit einem ihm genehmen Kandidaten zu besetzten. Eine grundsĂ€tzlich lockere Geldpolitik wĂŒrde den Dollar tendenziell belasten.

