WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro zum US-Dollar stabil - Japanischer Yen legt deutlich zu

07.12.2023 - 13:21:25 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat sich am Donnerstag nur wenig bewegt.

Gegen Mittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0770 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,0778 Dollar festgesetzt.

Die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar fielen am Vormittag gering aus. Konjunkturdaten aus Deutschland bestĂ€tigten das schwache Bild, das die Industrie seit Monaten abgibt. Die Produktion ging im Oktober das fĂŒnfte Mal in Folge zurĂŒck. "Die Misere der deutschen Industrieproduktion setzt sich fort", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Die Betriebe leiden seit lĂ€ngerem unter der schwachen Weltwirtschaft und den immer noch erhöhten Energie- und Rohstoffpreisen.

Deutlich nach oben ging es fĂŒr den japanischen Yen. Zu Dollar und Euro betrugen die Kursgewinne am Mittag jeweils 1,5 Prozent. Auslöser waren Bemerkungen aus der japanischen Notenbank. Notenbankchef Kazuo Ueda sagte am Donnerstag vor dem Parlament, ab dem Jahreswechsel werde der Umgang mit der Geldpolitik schwieriger werden. Nur einen Tag zuvor hatte sich Vizechef Ryozo Himino Gedanken ĂŒber die Folgen eines Abschieds von den jahrelangen Negativzinsen gemacht. DarĂŒber hinaus wurde ein Besuch von Notenbankchef Ueda bei Regierungschef Fumio Kishida bekannt, bei dem es um geldpolitische Belange ging.

Die Geldpolitik der japanischen Zentralbank ist seit lĂ€ngerem viel lockerer als die Ausrichtung anderer großer Notenbanken. Der Yen steht deshalb an den FinanzmĂ€rkten bestĂ€ndig unter Druck.

Der Schweizer Franken stieg zum Euro auf den höchsten Stand, seit sich die Schweizer Notenbank SNB im Jahr 2015 von der selbst festgelegten Obergrenze des Frankenkurses verabschiedet hatte. Im Gegenzug fiel der Eurokurs am Donnerstag bis auf 0,94 Franken. Analysten erklĂ€rten die Entwicklung mit den Zinserwartungen an die EZB, von der an den MĂ€rkten gegenwĂ€rtig Zinssenkungen von insgesamt 1,25 Prozentpunkten fĂŒr 2024 erwartet werden. Von der SNB werden perspektivisch zwar auch Lockerungen erwartet, allerdings nicht in diesem Ausmaß.

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