Devisen, Euro

Devisen: Euro kaum verÀndert - Warten auf US-PrÀsident Trump

21.01.2026 - 10:03:24

Der Euro EU0009652759 hat sich am Mittwoch wenig verÀndert und die Kursgewinne seit Wochenbeginn vorerst gestoppt.

Am Morgen wurde die GemeinschaftswÀhrung bei 1,1710 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend.

Am Morgen hielten sich die Anleger am Devisenmarkt eher zurĂŒck. Sie warteten auf einen Auftritt von US-PrĂ€sident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Zum Wochenstart hatte der Euro noch von einer Dollar-SchwĂ€che profitiert, nachdem Anleger nach der jĂŒngsten Zuspitzung im Gönlandstreit und der Drohung neuer US-Zölle einen Bogen um die US-WĂ€hrung gemacht hatten.

"Entscheidend fĂŒr die heutige Marktentwicklung ist der Newsflow um US-PrĂ€sident Trump in Davos und eine sich eventuell abzeichnende Reaktion der EuropĂ€er auf seine Zölle", kommentierten Analysten der Dekabank. Trump hatte im Streit um Grönland mit neuen Zöllen gegen acht europĂ€ische LĂ€nder gedroht, darunter auch Deutschland. Daraufhin hat die EuropĂ€ische Union die Bereitschaft zu Gegenmaßnahmen deutlich gemacht.

Mögliche neue US-Zölle könnten nach EinschĂ€tzung des BundesbankprĂ€sidenten Joachim Nagel Auswirkungen auf kĂŒnftige Zinsentscheidungen der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) haben. Zwar seien mögliche Folgen neuer Zölle auf die PreisstabilitĂ€t "ziemlich unklar". Mehr Sorge wĂŒrden hingegen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum bereiten, sagte Nagel in einem Fernsehinterview am Rande des Treffens in Davos.

Wenig verĂ€ndert zeigte sich auch das britische Pfund. Dabei war die Inflation in Großbritannien im Dezember höher als erwartet ausgefallen. Das Statistikamt meldete am Morgen einen Anstieg der Inflationsrate auf 3,4 Prozent, nach 3,2 Prozent im November. Die Teuerung ist damit stĂ€rker als Analysten erwartet hatten. Sie liegt in der zweitgrĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Volkswirtschaft auch deutlich ĂŒber der von der britischen Notenbank anvisierten Zielmarke von zwei Prozent.

@ dpa.de