Devisen: Euro kaum verÀndert - Yen unter Druck
07.08.2024 - 16:50:56Die Lage an den FinanzmÀrkten hat sich weiter beruhigt. Die Sorgen um die US-Wirtschaft sind etwas in den Hintergrund getreten. Dies stabilisierte den Dollar.
Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete zuletzt 1,0926 US-Dollar. Das ist etwas weniger als am Vorabend. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0922 (Dienstag: 1,0915) Dollar fest.
Besser als erwartet ausgefallene Daten aus der deutschen Industrie stĂŒtzten den Euro nur vorĂŒbergehend. Die Produktion war im Juni etwas stĂ€rker gestiegen als von Volkswirten erwartet. Commerzbank Ăkonom Vincent Stamer zeigt sich trotzdem fĂŒr die weitere Entwicklung skeptisch: "Der Anstieg der deutschen Industrieproduktion um 1,4 Prozent konnte den RĂŒcksetzer im Mai nur zur HĂ€lfte ausgleichen." Er verwies auch auf andere FrĂŒhindikatoren, die auf einen schwachen Auftakt des zweiten Halbjahres hindeuteten. "Wir rechnen allenfalls mit einer blutleeren Erholung."
Der japanische Yen geriet zu allen wichtigen WÀhrungen unter Druck. Notenbankvize Shinichi Uchida hatte, dass es vorerst keine weiteren Zinserhöhungen geben werde. Die Notenbank werde "ihren Leitzins nicht erhöhen, wenn die Finanz- und KapitalmÀrkte instabil sind". Am Aktienmarkt in Tokio waren die Kursbewegungen am Montag und Dienstag besonders heftig gewesen.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85808 (0,85998) britische Pfund, 160,62 (158,29) japanische Yen und 0,9409 (0,9325) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2403 Dollar gehandelt. Das waren etwa 13 Dollar mehr als am Vortag.

