WĂ€hrung, Spanien

Devisen: Euro im US-Handel etwas erholt - Nach Europawahl auf Tief seit 9. Mai

10.06.2024 - 21:00:51

Der Euro EU0009652759 hat sich am Montag im US-Handelsverlauf nach einem Rutsch in Richtung seines Tagestiefs wieder leicht erholt.

Im Vergleich zum Freitag zeigte er sich dennoch weiterhin schwach, was dem Ausgang der Europawahlen geschuldet war. Zuletzt kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,0758 US-Dollar. Zur Mittagszeit im Frankfurter Handel notierte sie mit 1,0733 Dollar auf dem tiefsten Stand seit dem 9. Mai. Am Vorabend war der Euro noch ĂŒber 1,08 Dollar wert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0756 (Freitag: 1,0898) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9297 (0,9175) Euro.

Bei der Wahl zum EuropĂ€ischen Parlament erzielten am Wochenende vor allem rechte Parteien Erfolge. In Frankreich gewann die rechtspopulistische Partei Rassemblement National von Marine Le Pen. PrĂ€sident Emmanuel Macron setzte daraufhin eine vorgezogene Neuwahl der Nationalversammlung an. Insgesamt bleibt aber das proeuropĂ€ische Lager die mit Abstand grĂ¶ĂŸte Gruppe im Europaparlament.

Commerzbank-Experte Ulrich Leuchtmann sieht zumindest auf lĂ€ngere Sicht Gefahren fĂŒr den Euro, da die europĂ€ische Einigung fragiler erscheine. Bislang hat die grassierende Europa-Skepsis dem Euro ihm zufolge zwar noch keinen nennenswerten Schaden zugefĂŒgt, "doch hat das Risiko, dass das nicht so bleibt, gestern zugenommen".

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone verhalfen der GemeinschaftswÀhrung nicht zu einer Erholung. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Juni zum achten Mal in Folge. Das Analysehaus sprach von einem Erholungstrend, der sich im Juni fortgesetzt habe. Allerdings verlaufe der Anstieg des Konjunkturindikators "nur langsam in Trippelschritten".

Aus den USA kamen keine Impulse. Hier warten Anleger auf die am Mittwoch anstehenden Inflationsdaten sowie auf geldpolitische Signale der US-Notenbank Fed. Angesichts der zuletzt hartnÀckigen Inflation rechnet kaum jemand schon jetzt mit einer ersten Zinssenkung.

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