Devisen: Euro stabilisiert sich zu Wochenbeginn
17.06.2024 - 16:57:11Die GemeinschaftswÀhrung kostete am spÀten Nachmittag 1,0715 US-Dollar und damit etwas mehr als vor dem Wochenende. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) setzt den Referenzkurs auf 1,0712 (Freitag: 1,0686) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9335 (0,9358) Euro.
Vor allem in der zweiten HĂ€lfte der vergangenen Woche hatte der Euro unter Druck gestanden. Auslöser waren politische Turbulenzen in Frankreich, nachdem gemĂ€Ăigte Parteien bei der Europawahl eine Schlappe erlitten hatten. Stattdessen legten rechtspopulistische und europakritische Parteien zu. StaatsprĂ€sident Emmanuel Macron löste daraufhin die Nationalversammlung auf und rief Neuwahlen aus.
FĂŒr etwas Beruhigung sorgten zu Wochenbeginn Aussagen der Rechtspopulistin Marine Le Pen vom Rassemblement National (RN). Le Pen hatte am Wochenende erklĂ€rt, dass sie im Falle eines Wahlsiegs nicht versuchen werde, Macron aus dem Amt zu drĂ€ngen. Vielmehr wolle sie mit ihm zusammenarbeiten.
Aus den Reihen der EZB kamen zum Wochenstart beruhigende ĂuĂerungen. PrĂ€sidentin Christine Lagarde erklĂ€rte, man beobachte die Marktlage. Chefökonom Philip Lane sprach von einer Neubewertung an den MĂ€rkten, eine ungeordnete Marktdynamik sah er aber nicht.
In der vergangenen Woche waren wegen der politischen Unsicherheit französische Staatsanleihen unter Druck geraten, andere LĂ€nder wie Italien wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die EZB verfĂŒgt ĂŒber ein spezielles Anleihen-Kaufprogramm namens TPI, mit dem sie sich notfalls gegen aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Marktbewegungen stemmen kann.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,84573 (0,84205) britische Pfund, 169,11 (167,80) japanische Yen und 0,9561 (0,9534) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2325 Dollar gehandelt. Das waren acht Dollar weniger als am Freitag.

