Devisen: Euro legt zu
24.04.2025 - 20:42:43Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung wurde im New Yorker GeschĂ€ft zuletzt bei 1,1369 US-Dollar gehandelt. Im frĂŒhen europĂ€ischen Handel hatte der Euro noch etwas niedriger notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1376 (Mittwoch: 1,1415) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8790 (0,8760) Euro.
Die besser als erwartet ausgefallene Stimmung in der deutschen Wirtschaft stĂŒtzte den Euro etwas. Das Ifo-GeschĂ€ftsklima war im April leicht gestiegen. Volkswirte hatten hingegen einen RĂŒckgang erwartet. Doch der konjunkturelle Ausblick bleibt getrĂŒbt. "Zum gröĂten konjunkturellen Risiko entwickelten sich etwaige US-Strafzölle gegenĂŒber europĂ€ischen Importen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
Das Thema Zölle dĂŒrfte weiter das Geschehen an den FinanzmĂ€rkten bestimmen. "ĂuĂerungen von US-PrĂ€sident Trump, dass in zwei bis drei Wochen niedrigere Zölle gegen China gelten werden, und ein Plan, Autohersteller von einem Teil der Zölle zu verschonen, schĂŒren die Sicht, dass der Scheitel der Zollwelle durchschritten ist", schreiben Experten der Dekabank. "Eine Beilegung des Konflikts mit China erscheint allerdings auf absehbare Zeit unrealistisch." Am Donnerstag beharrte Trump auch nach einem Dementi aus Peking darauf, dass beide Seiten verhandeln.
Die Zölle und ihre negativen Folgen fĂŒr die US-Wirtschaft beschĂ€ftigen die US-Notenbank. Fed-Mitglieder brachten am Donnerstag Zinssenkungen ins Spiel. So sagte Direktor Christopher Waller, er wĂŒrde diese unterstĂŒtzen, sollte es angesichts aggressiver Zölle zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen. Die PrĂ€sidenten der regionalen Fed in Cleveland, Beth Hammack, nannte Juni als einen möglichen Zeitpunkt.

