Devisen: Euro fÀllt zeitweise unter 1,09 US-Dollar
Veröffentlicht am: 30.11.2023 um 16:52 Uhr | dpa.deAm Nachmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung im Tief 1,0893 Dollar. Zuletzt betrug der Kurs rund 1,09 Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0931 (Mittwoch: 1,0985) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9148 (0,9103) Euro.
Belastet wurde der Euro vor allem durch Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Teuerung verringerte sich im November deutlich auf 2,4 Prozent. Der RĂŒckgang fiel nicht nur krĂ€ftiger aus als erwartet. Auch kommt das mittelfristige Inflationsziel der EZB von zwei Prozent wieder in Reichweite. Fachleute rechnen allerdings ĂŒberwiegend mit einem lĂ€ngeren Weg, bis das Ziel nachhaltig erreicht wird. BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel etwa spricht regelmĂ€Ăig von einer schwierigen "letzten Meile".
Ungeachtet dessen sind an den FinanzmĂ€rkten fĂŒr das nĂ€chste Jahr erste Zinssenkungen der EZB eingepreist. Einige Analysten sehen sogar gröĂeren Spielraum fĂŒr eine lockerere Geldpolitik: Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, weist darauf hin, dass der Leitzins abzĂŒglich der Inflation selbst bei deutlichen Zinssenkungen im kommenden Jahr vermutlich positiv wĂ€re. Ein positiver Realzins gilt jedoch als Wachstumsbremse, weil er die ohnehin schwĂ€chere Konjunktur zusĂ€tzlich belasten wĂŒrde.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86368 (0,86525) britische Pfund, 161,19 (162,12) japanische Yen und 0,9562 (0,9628) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2036 Dollar gehandelt. Das waren etwa sieben Dollar weniger als am Vortag.
