WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro gerÀt nach US-Einzelhandelsdaten unter Druck

15.08.2024 - 21:09:24

Der Euro EU0009652759 ist am Donnerstag wieder unter die Marke von 1,10 US-Dollar gefallen.

Nach Konjunkturdaten aus den USA wurden im New Yorker Handel zuletzt 1,0978 Dollar bezahlt. Vor deren Veröffentlichung hatte die GemeinschaftswĂ€hrung noch ĂŒber 1,10 Dollar notiert, nachdem sie am Vortag auf den höchsten Stand seit Jahresanfang gestiegen war. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1011 (Mittwoch: 1,1019) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9081 (0,9075) Euro.

In den USA haben die EinzelhandelsumsĂ€tze im Juli stĂ€rker als erwartet zugelegt. Die Zahlen sollten Rezessionssorgen zurĂŒckdrĂ€ngen, erwartet Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). Die noch immer erhöhten Zinssenkungserwartungen wĂŒrden tendenziell gedĂ€mpft. Nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten war an den FinanzmĂ€rkten die Erwartung gestiegen, dass die US-Notenbank im September die Leitzinsen deutlich senken könnte.

Positiv ĂŒberraschten auch die Daten zu den wöchentlichen ErstantrĂ€gen auf Arbeitslosenhilfe, die in der vergangenen Woche unerwartet zurĂŒckgegangen waren. Daten zur BeschĂ€ftigung werden derzeit besonders stark beachtet, da der monatliche Arbeitsmarktbericht fĂŒr den Juli enttĂ€uscht hatte. Dies hatte zu heftigen Kursverlusten an den AktienmĂ€rkten und einem schwĂ€cheren Dollarkurs beigetragen. Die im Juli stĂ€rker erwartet als gefallene Industrieproduktion belastete den Dollar nicht.

Aus der Eurozone kamen kaum Impulse. Es wurden hier keine marktbewegenden Daten veröffentlicht. In wichtigen LÀndern wie Frankreich, Italien und Spanien ist zudem Feiertag.

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