Devisen: Euro unter 1,18 US-Dollar - AbwÀrtstrend hÀlt nach Industriedaten an
02.02.2026 - 20:56:52Im New Yorker Handel kostete die GemeinschaftswÀhrung zuletzt 1,1785 Dollar. Am vergangenen Dienstag hatte der Euro mit 1,2081 Dollar noch den höchsten Stand seit Mitte 2021 erreicht.
Der "Greenback" profitiert von einer weiter nachlassenden Zinssenkungsfantasie - dass US-PrĂ€sident Donald Trump am Freitag den frĂŒheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger fĂŒr US-Notenbankchef Jerome Powell nominiert hat, gab diesen Erwartungen weiter Auftrieb. Die Personalentscheidung schĂŒrte Zweifel, dass es tatsĂ€chlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell fĂŒr höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber fĂŒr Leitzinssenkungen aus.
Nach EinschĂ€tzung von Experten der Dekabank gilt Warsh als wachsam gegenĂŒber Inflationsrisiken, sei zuletzt aber auch fĂŒr weitere Leitzinssenkungen eingetreten. "Dabei scheint er jedoch weniger Trump-hörig als andere mögliche Kandidaten zu sein", schreiben die Analysten. Der US-PrĂ€sident hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und den bis Mai amtierenden NotenbankprĂ€sidenten Powell heftig beschimpft.
Zuletzt stĂŒtzte den Dollar auch die merkliche Stimmungsaufhellung in der heimischen Industrie. Diese belegte der ĂŒberraschend deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM auf einen Wert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Der zuletzt stĂ€rkere Dollar hat an den FinanzmĂ€rkten auch die krĂ€ftige Kurskorrektur bei Metallen verstĂ€rkt. Vor allem die Notierungen fĂŒr die Edelmetalle Gold und Silber sind zu Beginn der Handelswoche erneut spĂŒrbar unter Druck geraten, nachdem sie bis vor kurzem eine fulminante Rally hingelegt hatten.

