Devisen, Euro

Devisen: Euro hĂ€lt sich knapp ĂŒber 1,16 US-Dollar

01.12.2025 - 21:08:53 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 ist am Montag um die Marke von 1,16 US-Dollar geschwankt.

Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete zuletzt im New Yorker Handel 1,1608 US-Dollar, was einen Tick mehr war als zur gleichen Zeit vor dem Wochenende.

Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1646 (Freitag: 1,1566) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8586 (0,8646) Euro.

Zeitweise stand der Euro im frĂŒhen Montagshandel knapp unter der 1,16-Dollar-Marke, war dann aber gefragter mit einem Anstieg bis auf 1,1653 Dollar, was am oberen Ende der November-Spanne lag.

Am Nachmittag jedoch kam die GemeinschaftswĂ€hrung wieder zurĂŒck, wozu auch Stimmungsdaten aus der US-Industrie beitrugen. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex ISM trĂŒbte sich dort im November erneut ein.

"Die Einkaufsmanagerbefragung des ISM signalisiert, dass der Dornröschenschlaf bei den produzierenden Unternehmen im November weitergeht", schrieb Constantin LĂŒer von der NordLB. Die Unsicherheit rund um Zollpolitik und die geopolitische Lage bleibe der zentrale Belastungsfaktor fĂŒr die Unternehmen. Eine Zinssenkung durch die Fed werde in diesem herausfordernden Marktumfeld aus seiner Sicht nicht unwahrscheinlicher.

Der Druck von US-PrĂ€sident Donald Trump auf die US-Notenbank hatte im ersten Halbjahr 2025 den Dollar belastet, seitdem bewegt sich das WĂ€hrungspaar aber eher seitwĂ€rts. Trumps Druck auf den Fed-Chef Jerome Powell bleibt unterdessen hoch, denn im kommenden Jahr drĂ€ngt er auf dessen Ablösung. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg wird dann Kevin Hassett, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus, als Favorit fĂŒr den Posten gehandelt.

Die wichtigste Konjunkturzahl aus der Eurozone dĂŒrften im weiteren Wochenverlauf die Inflationszahlen aus der Eurozone sein, die am Dienstag veröffentlicht werden. "Was die EZB betrifft, so strĂ€ubt sich der Markt hartnĂ€ckig, die Möglichkeit einer weiteren Zinssenkung in den kommenden Monaten in Betracht zu ziehen", schreiben die Experten der Commerzbank. Auch die zuletzt gĂŒnstigen Inflationsberichten aus den MitgliedslĂ€ndern hĂ€tten daran nichts geĂ€ndert. Es sei nun wahrscheinlicher geworden, dass die Inflationsrate in der gesamten Eurozone im November nicht gestiegen sei.

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