Devisen: Euro gerÀt zum Wochenstart unter Druck
12.02.2024 - 16:36:46Am spĂ€ten Montagnachmittag kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,0760 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Kurzzeitig war der Kurs ĂŒber 1,08 Dollar gestiegen. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0773 (Freitag: 1,0772) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9282 (0,9283) Euro.
Belastet wurde der Euro vom steigenden US-Dollar. Fundamentale Impulse gab es allerdings so gut wie keine. In China und einigen anderen asiatischen LĂ€ndern herrscht wegen des dortigen Neujahresfests Ruhe. Auch in groĂen sĂŒdamerikanischen LĂ€ndern wie Brasilien ruht die AktivitĂ€t wegen Karneval. In Europa und den USA wurden im Tagesverlauf keine entscheidenden Konjunkturdaten veröffentlicht.
Nach wie vor dreht sich am Devisenmarkt viel um die Geldpolitik. Von der US-Zentralbank Fed wird ebenso wie von der EZB die geldpolitische Wende erwartet. Allerdings ist fraglich, wann sie kommt und wie stark sie ausfĂ€llt. WĂ€hrend von der Federal Reserve die erste Zinssenkung Anfang Mai erwartet wird, dĂŒrfte die EZB etwas spĂ€ter nachziehen. Hintergrund der anvisierten Lockerungen ist die rĂŒcklĂ€ufige Inflation, die den WĂ€hrungshĂŒtern Spielraum fĂŒr Zinssenkungen bietet.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85391 (0,85440) britische Pfund, 160,51 (161,00) japanische Yen und 0,9430 (0,9432) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2015 Dollar gehandelt. Das waren knapp zehn Dollar weniger als am Freitag.

