Devisen: Euro knapp unter 1,07 US-Dollar
24.04.2024 - 17:14:24 | dpa.deDie GemeinschaftswĂ€hrung notierte am Nachmittag bei 1,0689 US-Dollar und damit geringfĂŒgig niedriger als am Dienstagabend. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0686 (Dienstag: 1,0674) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9358 (0,9368) Euro.
Analysten und Anleger blickten zur Wochenmitte vor allem auf das Ifo-GeschĂ€ftsklima, das den dritten Anstieg in Folge verzeichnete. Ăkonomen sprechen nach einer solchen Serie hĂ€ufig von einer konjunkturellen Wende zum Besseren. Auch andere FrĂŒhindikatoren hatten zuletzt positiv ĂŒberrascht.
"Die Konjunktur stabilisiert sich, vor allem durch die Dienstleister", kommentierte Ifo-PrĂ€sident Clemens Fuest. Trotz aller Freude fanden sich auch warnende Stimmen. Jörg KrĂ€mer, Chefvolkswirt der Commerzbank, Ă€uĂerte etwa: Deutschland stehe nicht vor einem starken Aufschwung, weil die StandortqualitĂ€t seit den Merkel-Jahren erodiere und die Bundesregierung nicht entschlossen gegensteuere.
Aus den Reihen der EZB meldete sich Bundesbank-PrĂ€sident Joachim Nagel zu Wort. Dieser bekrĂ€ftigte seine vorsichtige geldpolitische Haltung. Zwar kann er sich angesichts der rĂŒcklĂ€ufigen Inflation bald niedrigere Zinsen vorstellen. "Allerdings wĂŒrde ein solcher Schritt nicht unbedingt eine Reihe von Zinssenkungen nach sich ziehen", sagte Nagel in Berlin. Die EuropĂ€ische Zentralbank steuert auf eine erste Lockerung ihrer Geldpolitik zu, vermutlich schon bei der nĂ€chsten Sitzung im Juni.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85945 (0,86050) britische Pfund, 165,57 (165,23) japanische Yen und 0,9774 (0,9724) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2328 Dollar gehandelt. Das waren etwa 6 Dollar mehr als am Vortag.
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