WĂ€hrung, Belgien

Devisen: Euro gibt etwas nach

08.11.2024 - 17:05:54

Der Eurokurs EU0009652759 hat zum Ende einer turbulenten Woche am Freitag nachgegeben.

Die GemeinschaftswĂ€hrung kostete am Nachmittag 1,0745 US-Dollar. Im frĂŒhen Handel hatte sie noch rund 1,08 Dollar gekostet. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0772 (Donnerstag: 1,0785) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9283 (0,9272) Euro.

Das am Nachmittag veröffentlichte Konsumklima deutet auf eine anhaltend robuste US-Konjunktur hin. Der von der UniversitÀt von Michigan erhobene Stimmungsindikator stieg im November stÀrker als erwartet und erreichte den höchsten Stand seit April. Verbessert wurde die Stimmung durch gesunkene Inflationserwartungen.

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank vom Donnerstagabend hatte keine großen Auswirkungen auf den Devisenmarkt. Die Fed hatte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 4,50 bis 4,75 Prozent reduziert. Diese Entscheidung und die folgende Pressekonferenz mit Zentralbankchef Jerome Powell hĂ€tten wenig Neues zutage gebracht, schrieben die Devisen-Experten der Commerzbank am Freitag in einem Marktkommentar. "Dementsprechend reagierte der US-Dollar auch nahezu kaum auf die Ereignisse, was nach der aufregenden Woche sicherlich fĂŒr viele Marktteilnehmer auch eine angenehme Erholung war."

So war der Eurokurs am Mittwoch angesichts des Sieges des Republikaners Donald Trump bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl stark unter Druck geraten und zunĂ€chst von deutlich ĂŒber 1,09 Dollar auf weniger als 1,07 Dollar gefallen. Der Grund: Sollte die Trump-Regierung ihre Wahlkampfversprechen wahr machen und Steuern senken sowie Einfuhrzölle erhöhen, könnte das den Inflationsdruck verstĂ€rken und die Fed bei ihrer Zinspolitik wieder vorsichtiger werden lassen.

"Der Dollar kann in den nĂ€chsten Wochen und Monaten durchaus noch etwas zulegen, wenn die Folgen des Trump-Wahlsieges vollstĂ€ndig eingepreist werden", so die Commerzbank-Experten. Allerdings sei das Potenzial begrenzt; die wesentlichen Folgen seien schon berĂŒcksichtigt. Auf mittlere Frist dĂŒrfte sich zudem eine weitere Dollar-StĂ€rke nicht als nachhaltig erweisen. "Zum einen, weil die tatsĂ€chliche Politik der Trump-Administration hinter ihren AnkĂŒndigungen zurĂŒckbleiben dĂŒrfte. Und zum anderen, weil die inflationĂ€ren Effekte von der Fed akzeptiert werden dĂŒrften."

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,83188 (0,83185) britische Pfund, 164,18 (165,71) japanische Yen und 0,9393 (0,9432) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.687 Dollar. Das waren 19 Dollar weniger als am Vortag.

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