Aktien Europa: Vorsichtige Erholung von Vortagsverlusten
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 11:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSie erholten sich damit von den Vortagesverlusten, die es an vielen der großen Handelsplätze gegeben hatte, und folgten den Gewinnen an der Wall Street.
Die Aufmerksamkeit ist nun ganz auf die anstehende Rede des US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh in Jackson Hole am Nachmittag gerichtet. "Entscheidend wird sein, wie der Markt für langfristige US-Staatsanleihen reagiert", merkte Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, dazu an. "Ein nachhaltiger Rückgang der Rendite 30-jähriger Treasuries würde als Erfolg gewertet werden." Die Chancen dafür stünden allerdings schlecht.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am späten Vormittag um 0,75 Punkte auf 6.473,12 Punkte. Dabei erholten sich französische Aktien etwas stärker. Hier waren Bankwerte am Vortag unter Druck gekommen und hatten damit den Markt belastet.
Außerhalb des Euroraums gewann der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 0,27 Prozent auf 14.422,93 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 kletterte um 0,22 Prozent auf 10.816,69 Punkte.
Stärkster Sektor waren der der Autowerte. Die Aktien von BMW DE0005190003 gewannen 1,5 Prozent und profitierten dabei von einer positiveren Haltung der Citigroup. Renault FR0000131906 waren mit 1,6 Prozent Aufschlag ebenfalls gefragt.
Im Bausektor ragten Aktien von Strabag AT000000STR1 mit über zehn Prozent Gewinn hervor. Sie reagierten damit auf Halbjahreszahlen, einen Rekordauftragsbestand und das angehobene Margenziel. Analyst Michael Marschallinger von dem Bankhaus Erste Group sprach von starken Zahlen des Baukonzerns. Die Kombination aus Rekord-Auftragsbestand, beschleunigter Infrastrukturaktivität und aktualisiertem Ausblick signalisiere weiteres Aufwärtspotenzial.
Zur Schwäche neigten dagegen die Technologiewerte. Hier gab es negative Signale aus den USA, nachdem Marvell Technology US5738741041 die zuvor von Nvidia US67066G1040 neu entfachte Euphorie rund um Künstliche Intelligenz (KI) wieder gedämpft hatte. Die Quartalszahlen waren bei Anlegern nicht gut angekommen, obwohl das US-Unternehmen seine Ziele nach oben geschraubt hatte. Goldman-Analyst James Schneider bezeichnete die Ergebnisse des KI-Chipherstellers zwar als grundsätzlich positiv, die Markterwartungen seien jedoch immens hoch gewesen.
