Jobs, VR-Sparte

Meta streicht Jobs in verlustbringender VR-Sparte

13.01.2026 - 19:08:43 | dpa.de

Der Facebook-Konzern Meta US30303M1027 will mit einem verstÀrkten Fokus auf KI rund jeden zehnten Job in seiner verlustreichen Sparte Reality Labs streichen, die einst als Zukunft des Konzerns galt.

Ein Meta-Sprecher bestÀtigte einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach in einem ersten Schritt mehr als 1.000 ArbeitsplÀtze wegfallen. Die Meta-Aktie verlor am Dienstag mehr als zwei Prozent.

Milliardenverluste seit Jahren

Die Sparte Reality Labs verbuchte allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen operativen Verlust von gut 13 Milliarden Dollar - bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz. Das GeschĂ€ft sah schon seit Jahren so aus. In Telefonkonferenzen zu Quartalszahlen fragten Analysten Konzernchef Mark Zuckerberg gelegentlich, ob es nicht an der Zeit sei, in dem Bereich den Rotstift anzusetzen. Er verwies jedoch darauf, dass Meta nicht riskieren wolle, potenzielles zukĂŒnftiges GeschĂ€ft zu verpassen.

Brillengestelle fĂŒr KI

Schon in den vergangenen Monaten zeichnete sich aber ab, dass innerhalb der Reality Labs manche Bereiche besser liefen als andere. So war Meta relativ erfolgreich mit Brillengestellen, die Kamera, Mikrofon und Lautsprecher haben - und weitgehend wie eine herkömmliche Brille aussehen. Nach Vorstellung Zuckerbergs soll die Technik KĂŒnstlicher Intelligenz den nötigen Kontext zum Umfeld der Nutzer geben. Die Software sehe und höre dadurch alles, was auch die Menschen wahrnĂ€hmen. Bei einem neuen Modell fĂŒgte Meta auch ein kleines Display in einem der GlĂ€ser hinzu, um Informationen einzublenden.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, sollen die Brillen sogar so gut laufen, dass Meta mit dem europĂ€ischen Brillenpartner EssilorLuxottica FR0000121667 - dem EigentĂŒmer der Marke Ray Ban - eine Verdopplung der ProduktionskapazitĂ€ten erwĂ€ge. So könnte die KapazitĂ€t bis Ende dieses Jahres auf 20 Millionen StĂŒck oder mehr klettern, hieß es. Bloomberg berief sich dabei auf Informationen von mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

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