ROUNDUP, Betrieb

Betrieb am BER lÀuft wieder mit AusfÀllen und VerspÀtungen

06.02.2026 - 16:01:41

Der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER ist am Freitag wieder angelaufen.

Es kommt aber weiterhin zu mehrstĂŒndigen VerspĂ€tungen und AusfĂ€llen, wie aus den Fluginformationen auf der Internetseite des BER hervorgeht. Aufgrund der Witterung dauerten die Enteisungen der Flugzeuge deutlich lĂ€nger als sonst ĂŒblich, sagte eine Sprecherin.

Gegen Mittag seien die ersten Maschinen wieder abgehoben, hieß es. Offiziell wurde der Flugbetrieb demnach um 12 Uhr freigegeben. Gegen 13 Uhr startete das erste Flugzeug in Richtung Amsterdam. Schritt fĂŒr Schritt werde derzeit der Betrieb hochgefahren.

Betrieb am Donnerstagabend eingestellt

Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen waren seit Donnerstagabend keine Starts und Landungen am BER möglich. Auch am Freitagmorgen blieb der Betrieb zunĂ€chst eingestellt. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die FlugbetriebsflĂ€chen die gesamte Nacht ĂŒber mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien spiegelglatt, hieß es am Morgen.

Hunderte FahrgĂ€ste harrten ĂŒber Stunden am BER aus, einige mussten die Nacht dort verbringen. An den Check-in-Schaltern kam es am Freitag zu langen Wartezeiten. Viele betroffene Passagiere Ă€ußerten sich frustriert ĂŒber mangelnde Informationen seitens der Fluggesellschaften. Allein am Freitag wurden bis zum Nachmittag den Fluganzeigen zufolge mehr als 100 FlĂŒge gestrichen.

Betreiber und Passagiere mĂŒssen zudem hoffen, dass es am Abend und in der Nacht nicht erneut zu Blitzeis auf den Start- und Landebahnen kommt. In diesem Fall mĂŒsste der Flugbetrieb erneut eingestellt werden, sagte eine Sprecherin.

Gewerkschaft kritisiert Ausmaß der EinschrĂ€nkungen

Die Gewerkschaft Verdi hob hervor, die interne Krisenkommunikation mit den BeschĂ€ftigten habe funktioniert. Diese hĂ€tten im Kontakt mit den Passagieren "das Bestmögliche geleistet". Gleichwohl kritisierte die Arbeitnehmervertretung das Ausmaß der Schließung am BER. Dieses sei vermeidbar gewesen. "Entscheidend ist dabei die unzureichende Vorbereitung und Resilienz", teilte der Bundesfachgruppenleiter Luftverkehr und Maritime Wirtschaft, Dennis Dacke, mit.

"Weltweit gibt es zahlreiche FlughĂ€fen, die regelmĂ€ĂŸig mit vergleichbaren Wetterlagen umgehen mĂŒssen, in Europa etwa in den skandinavischen LĂ€ndern", betonte er. Technisch stĂŒnden dafĂŒr etablierte Verfahren zur VerfĂŒgung.

@ dpa.de