BER klagt gegen 'Letzte Generation' auf Schadenersatz
29.08.2024 - 15:37:25"Wegen einer Blockade-Aktion im November 2022 macht die Flughafengesellschaft SchadenersatzansprĂŒche gegen sechs Mitglieder der "Letzten Generation" geltend", erklĂ€rte eine Sprecherin des Flughafens. Die Klage wurde demnach beim Landgericht Cottbus eingereicht. ZunĂ€chst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.
Das Landgericht bestĂ€tigte die Klage bislang nicht. Eine entsprechende Anfrage lĂ€uft noch. Insgesamt geht es laut dem BER um eine Forderung in Höhe von rund 33.000 Euro. Diese Summe umfasse lediglich die Kosten, die dem Flughafen zur Wiederherstellung des Flugbetriebes entstanden seien sowie entgangene Erlöse durch ausgefallene Flugbewegungen, betonte die Sprecherin. Als Beispiele nannte sie unter anderem Reparaturarbeiten am Flughafenzaun, den Einsatz der Flughafenfeuerwehr sowie entgangene Entgelte fĂŒr Starts und Landungen.
Tausende Passagiere von den Blockaden betroffen
Am 24. November 2022 hatten Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" den Flugbetrieb fĂŒr fast zwei Stunden lahmgelegt. Nach Angaben der Bundespolizei verschafften sich zwei Gruppen Zugang zum FlughafengelĂ€nde. Einige von ihnen hĂ€tten sich am Boden festgeklebt. Der Berliner Flughafen stoppte den Betrieb auf beiden Start- und Landebahnen. Betroffen waren nach Angaben des BER mehrere tausend Passagiere von insgesamt 40 FlĂŒgen, die entweder ausfielen oder umgeleitet worden waren.
"Durch die Blockade waren der Betrieb und die Nutzung des Flughafens erheblich gestört", ergĂ€nzte die Sprecherin. Die Flughafengesellschaft wolle mit ihrer Klage zeigen, "dass sie solche Blockaden null toleriert und sich die TĂ€ter auch gegenĂŒber dem Flughafen verantworten mĂŒssen".
Nach Angaben des BER gab es bisher insgesamt vier Versuche von Klimaaktivisten, "den Flugverkehr am BER zu stören, indem sie in den Sicherheitsbereich des Flughafens vorgedrungen sind". Lediglich am 24. November 2022 hĂ€tte der Flugbetrieb unterbrochen werden mĂŒssen.

