Flughafenverband fordert nach Störaktionen konsequentes Vorgehen
Veröffentlicht am: 15.08.2024 um 10:49 Uhr | dpa.deDie Aktionen seien "ein konzertierter Akt der kriminellen Erpressung", sagte ADV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralph Beisel. "Das ist kein friedlicher Protest und hier geht es auch nicht um vermeintlich höhere Ziele. Das sind böswillige Eingriffe in den Luftverkehr und in die Persönlichkeitsrechte eines jeden Reisenden, der seinen Flug nicht planmĂ€Ăig antreten kann."
ADV: VerschĂ€rfung des Luftsicherheitsgesetzes "umgehend" beschlieĂen
Es handele sich um "Straftaten", die von der Justiz "konsequent sanktioniert" werden mĂŒssten, sagte Beisel. Der Kabinettsbeschluss zur VerschĂ€rfung des Luftsicherheitsgesetzes mĂŒsse "umgehend" durch den Deutschen Bundestag beschlossen werden. Die Bundesregierung will mit der geplanten Reform radikale KlimaschĂŒtzer und andere Störer von gefĂ€hrlichen Aktionen auf FlughĂ€fen abhalten.
Kern ist die Schaffung einer neuen Vorschrift, die das "vorsÀtzliche, unberechtigte Eindringen" unter anderem auf das Rollfeld sowie die Start- und Landebahnen unter Strafe stellt - und zwar dann, wenn dadurch die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs beeintrÀchtigt wird.
Der ADV hatte den Klimaaktivisten in der vergangenen Woche ein GesprĂ€chsangebot gemacht. In einem offenen Brief hieĂ es: "Es ist unbestreitbar, dass der Klimawandel eine der gröĂten Herausforderungen unserer Zeit darstellt. Kriminelle Blockaden von FlughĂ€fen tragen nicht zur Lösung bei". Die Letzte Generation teilte auf X mit, sie nehme das GesprĂ€chsangebot gern an.
