ROUNDUP, Kion

Kion hofft 2026 auf Schub aus AutomationsgeschÀft - Anleger enttÀuscht

26.02.2026 - 10:50:46 | dpa.de

Der Gabelstapler-Hersteller Kion DE000KGX8881 will im laufenden Jahr zurĂŒck auf den Wachstumskurs.

Vor allem im AutomationsgeschĂ€ft etwa mit Lagertechnik soll sich die Auftragslage deutlich verbessern, wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage seines GeschĂ€ftsberichts fĂŒr 2025 in Frankfurt mitteilte. Auch die ProfitabilitĂ€t plant Kion zu steigern. Allerdings waren die vom Management ausgegebenen Prognosen im Mittel schwĂ€cher, als Analysten erwartet hatten. Das kam an der Börse schlecht an.

Die Kion-Aktie rutschte am Vormittag um rund neun Prozent auf 57,50 Euro ab, womit sich fĂŒr das laufende Jahr ein Kursminus von knapp 16 Prozent ergibt. Der ebenfalls im MDax DE0008467416 notierte Konkurrent Jungheinrich DE0006219934 verlor in diesem Fahrwasser 2 Prozent an Börsenwert.

Kions Prognose fĂŒr die ProfitabilitĂ€t in diesem Jahr sei zurĂŒckhaltend, merkte JPMorgan-Analyst Akash Gupta in seiner ersten EinschĂ€tzung an. Die fĂŒr den freien Barmittelfluss sei hingegen ĂŒberraschend stark. Von einem HĂ€ndler hieß es: Die Zielspannen könnten als konservativ betrachtet werden, seien wohl aber nicht gut genug.

Den Umsatz erwartet Kion 2026 zwischen 11,4 und 12,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte sowie vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollen davon 0,85 bis 1,04 Milliarden Euro als operativer Gewinn hÀngen bleiben. Das wÀre in beiden FÀllen eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings hatten Analysten verglichen mit der Mitte der jeweiligen Spanne mehr auf dem Zettel.

Dabei prognostiziert Kion eine unterschiedliche Dynamik in seinen beiden GeschĂ€ftsfeldern: Im Segment mit Staplern und Flurförderzeugen rechnet das Unternehmen nur mit leichtem Wachstum. Hier bekommen die Frankfurter den anhaltenden Wettbewerb zu spĂŒren, der auf den Preisen lastet.

So drĂ€ngen vor allem chinesische Hersteller seit geraumer Zeit auf den europĂ€ischen Markt und mischen insbesondere das Einstiegssegment auf. Die angebotenen gĂŒnstigeren Maschinen und GerĂ€te sind nicht zuletzt wegen der konjunkturellen SchwĂ€che in Europa und insbesondere Deutschland bei den Kunden gefragt.

Das GeschĂ€ft mit Technik und Software fĂŒr die Automation von Lagern soll derweil laut Kion deutlich wachsen. Das von Kion ausgerufene ZukunftsgeschĂ€ft bewegt sich allerdings auf niedrigem Niveau nach einigen problembehafteten Jahren mit unter anderem unprofitablen Altprojekten.

Weiterhin erwartet das Management um Chef Rob Smith 2026 FinanzmittelzuflĂŒsse zwischen 430 und 570 Millionen Euro. Das wĂ€re zwar deutlich weniger als 2025, allerdings muss Kion in den kommenden Monaten auch hohe Einmalzahlungen leisten fĂŒr das im vergangenen Jahr eingelĂ€utete Sparprogramm. Es soll die jĂ€hrlichen Kosten dauerhaft um 150 Millionen Euro senken.

Derweil ging der Umsatz vergangenes Jahr um knapp 2 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro zurĂŒck. Davon blieben als bereinigter operativer Gewinn 789 Millionen Euro, was 14 Prozent weniger war als ein Jahr zuvor. Damit fielen die Ergebnisse leicht unter den Analystenerwartungen aus.

Unterm Strich ging der auf die AktionĂ€re entfallene Gewinn um mehr als ein Drittel auf 230 Millionen Euro zurĂŒck. Sie sollen 0,62 Euro je Aktie als Dividende erhalten und damit 20 Cent weniger als fĂŒr 2024.

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