Ergebnisse, Produktion/Absatz

Gewinn von LVMH fÀllt stÀrker als gedacht - Verkauft McCartney-Anteil

28.01.2025 - 19:27:11

Der Gewinn des französischen LuxusgĂŒterkonzerns LVMH FR0000121014 (Louis Vuitton MoĂ«t Hennessy) ist im vergangenen Jahr noch stĂ€rker zurĂŒckgegangen als erwartet.

Gegen Jahresende griffen die Kunden zwar insbesondere im wichtigen Leder- und Modesegment wieder mehr zu und der Umsatz stieg konzernweit leicht, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Nachdem der Konkurrent Richemont CH0210483332 vor einigen Wochen jedoch unerwartet starke GeschÀfte vermeldet hatte, reichte das den Anleger nun nicht. Die im Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145 notierte Aktie rutscht nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um 5 Prozent ab.

Auf Jahressicht legten die Erlöse von LVMH abseits von WĂ€hrungseffekten und ohne BerĂŒcksichtigung von Zu- und VerkĂ€ufen von Unternehmensteilen um 1 Prozent auf 84,7 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn sank um 14 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro und damit noch etwas stĂ€rker als von Analysten erwartet. Gleiches galt fĂŒr den Gewinn unter dem Strich, der um 17 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro fiel.

Im vierten Quartal stieg der Umsatz zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ebenfalls um 1 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten fĂŒr das Schlussquartal ein Minus von 1 Prozent erwartet.

Gegen Jahresende griffen Kunden vor allem in der fĂŒr LVMH wichtigen Region USA bei den angebotenen Luxusprodukten zu. Baader-Bank-Analysten verwiesen im Vorfeld der Zahlenvorlage bereits auf Aussagen des LVMH-Managements. Demnach sei die gesteigerte Kauflaune in Nordamerika auf eine gewichene Unsicherheit hinsichtlich der PrĂ€sidentschaftswahlen zurĂŒckzufĂŒhren. Es sei davon auszugehen, dass eine wirtschafts- und unternehmensfreundliche Politik von Donald Trump das Wachstum der Nachfrage nach LuxusgĂŒtern in Zukunft weiter ankurbeln werde.

Derweil rĂ€umt der Luxuskonzern in seinem Portfolio weiter auf: Die Beteiligung an der Marke Stella McCartney wurde verĂ€ußert. Stella McCartney werde die Minderheitsbeteiligung nach einer mehr als fĂŒnfjĂ€hrigen Zusammenarbeit zurĂŒckkaufen, teilten die Parteien am Montagabend in einer gemeinsamen ErklĂ€rung mit. Die Bedingungen des GeschĂ€fts wurden nicht bekannt gegeben. Die Marke wurde von der heute 53-jĂ€hrigen Tochter des Beatle-Frontmans Paul McCartney gegrĂŒndet und war in der Vergangenheit Teil des Gucci-EigentĂŒmers Kering FR0000121485.

Weitere zu LVMH gehörende Marken sind etwa Givenchy und Veuve Clicquot Champagner.

@ dpa.de | FR0000121014 ERGEBNISSE