Esa-Chef, Ariane-6-Start

Esa-Chef zu Ariane-6-Start: 'Europa ist zurĂŒck'

10.07.2024 - 06:21:22

Der Jungfernflug der neuen europÀischen TrÀgerrakete Ariane 6 ist aus Sicht des Chefs der EuropÀischen Raumfahrtbehörde Josef Aschbacher ein gelungener Erfolg.

"Europa ist zurĂŒck", sagte Aschbacher nach dem Start der Rakete vom europĂ€ischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana.

Der Flug sei ein großer Meilenstein. "Ich bin persönlich erleichtert." Der nĂ€chste Start mit einer Ariane 6 sei noch vor Jahresende vorgesehen.

Vorfall am Ende des Flugs

Am Ende des Flugs - in der technischen Demophase - stoppte allerdings ein Hilfsantrieb. Anders als geplant wurden zwei Nutzlasten daher nicht ausgeliefert. Sie werden nun in der Oberstufe bleiben, die im All verbleibt.

Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die von 1996 bis Sommer 2023 im Einsatz war. Sie soll Satelliten fĂŒr kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern und ist deutlich gĂŒnstiger als ihre VorgĂ€ngerin. Die Rakete hob am Dienstagabend in Kourou zu ihrem knapp dreistĂŒndigen Erstflug ab.

Christmann: Ariane 6 wird noch besser werden

Auch die Koordinatorin der Bundesregierung fĂŒr Luft- und Raumfahrt, Anna Christmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das war ein sehr erfolgreicher Start der Ariane 6." Man habe gesehen: "Der Startablauf lief eigentlich wie geschmiert." Das zeige, dass die europĂ€ische Zusammenarbeit in dem Fall sehr gut funktioniert habe.

Christmann zufolge zeichnet es Technologien wie Raumfahrt auch aus, dass gewisse Dinge ausprobiert werden mĂŒssen. "Und man sieht, es muss nicht immer alles bis zum Letzten klappen, aber daraus lernt man und daraus wird die Ariane 6 in den nĂ€chsten Malen sicher noch besser werden."

@ dpa.de