K+S: Keine EinschrÀnkung beim Kalibergbau im Werra-Gebiet
02.04.2025 - 05:58:07"Wir erwarten keine Auswirkungen auf die Produktion in den nĂ€chsten Jahren", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Mittelfristig sei die Entsorgung von salzhaltigem Abwasser aus den Kali-Werken im thĂŒringisch-hessischen Grenzgebiet auch ohne die stillgelegte Grube Springen gesichert.
Die Kali-Industrie an der Werra beschĂ€ftigt nach Angaben des Sprechers etwa 4.700 Arbeitnehmer beim Abbau der Rohstoffe, in den Werken sowie in Forschungseinrichtungen. Etwa 2.000 davon seien Arbeitnehmer aus ThĂŒringen, wo beim Kali-Werk Unterbreizbach (Wartburgkreis) auch ein Analyse- und Forschungszentrum bestehe.
Kali-Konzern rechnet nicht mehr mit Genehmigung
Hintergrund ist, dass das RegierungsprĂ€sidium Kassel kĂŒrzlich mitgeteilt hat, dass es gegen die von K+S geplante Einleitung von salzhaltigem Abwasser in die Grube Springen Sicherheitsbedenken hat. Das RegierungsprĂ€sidium hat nach eigenen Angaben dem Vorhaben "das notwendige Einvernehmen versagt". Die Entscheidung sei dem ThĂŒringer Landesamt fĂŒr Umwelt, Bergbau und Naturschutz in Jena mitgeteilt worden, das bei dem Genehmigungsverfahren die FederfĂŒhrung hat.
Ein Staatsvertrag zwischen ThĂŒringen und Hessen regelt, dass bei grenzĂŒberschreitenden Kali-Projekten zwischen den Behörden beider LĂ€nder Einvernehmen herzustellen ist. "Wir haben bisher keine Absage. Wir rechnen aber nicht mit einer Genehmigung", sagte der K+S-Sprecher.
Springen gilt als feuchte Grube
Er betonte, Fachleute des Unternehmens hielten die Einleitung speziell aufbereiteter und damit hochkonzentrierter salzhaltiger AbwĂ€sser in die seit Jahrzehnten stillgelegte Kali-Grube Springen fĂŒr sicher. In Springen gibt es einen natĂŒrlichen Zulauf von SĂŒĂwasser, das aufwendig abgepumpt werden muss.
K+S sucht seit Jahren nach Alternativen, um salzhaltige AbwĂ€sser aus seinen Werken zu entsorgen. Das Unternehmen ist in den stillgelegten Kali-Gruben Merkers und Springen in ThĂŒringen auch fĂŒr unterirdische Sicherungsarbeiten zustĂ€ndig, die vom Land ThĂŒringen jĂ€hrlich mit einem Millionenbetrag bezahlt werden.

