Kreml, Ukraine-GesprÀche

Kreml sieht Ukraine-GesprÀche noch ganz am Anfang

26.01.2026 - 11:32:44

Der Kreml sieht die GesprĂ€che zwischen Russland, der Ukraine und den USA ĂŒber ein Ende des Krieges noch ganz am Anfang.

"Es wĂ€re falsch, mit großer ErgebnistrĂ€chtigkeit zu rechnen", kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow ein erstes Treffen, das am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand.

Es gehe um schwierige Themen, sagte Peskow in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Aber allein die Tatsache, dass diese Kontakte konstruktiv begonnen haben, muss man positiv sehen."

Peskow: Keine freundschaftliche AtmosphÀre möglich

Bei den ersten direkten Verhandlungen der Kriegsparteien seit Monaten wurde nur vereinbart, das GesprÀch nach einer Woche fortzusetzen. Ein Termin steht bislang nicht fest. Peskow widersprach Berichten von US-Vertretern, dass zwischen den beteiligten Ukrainern und Russen eine fast freundschaftliche AtmosphÀre geherrscht habe. "Das ist im jetzigen Stadium wohl kaum möglich", sagte er.

Hat Trump in Alaska etwas zugesagt?

Der Kremlsprecher verwies erneut auf eine angebliche "Formel von Anchorage", in der Russlands Interessen festgelegt seien. Dies bezieht sich auf das Gipfeltreffen von US-PrÀsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin im August 2025 in Alaska. Zu einer Einigung wurde nichts mitgeteilt. Aber Moskau fordert einen Abzug der ukrainischen Armee aus Gebieten im Osten, die diese bislang noch verteidigt. Kiew lehnt dies ab.

Der deutsche Sicherheitsexperte Nico Lange schrieb im Netzwerk X, es scheine, als habe Trump in Anchorage Zusagen gemacht, die er nun nicht einlösen könne. Deshalb drÀngten die USA die Ukraine zu diesem Verzicht.

@ dpa.de