E-Auto-Batteriehersteller Northvolt entlÀsst 1.600 Mitarbeiter in Schweden
23.09.2024 - 16:23:54Dabei handelt es sich um 1.000 Stellen am Stammwerk SkellefteÄ, 400 in VÀsterÄs und 200 in Stockholm, wie der Konzern mitteilte. Insgesamt entspricht das knapp einem Viertel der gesamten Northvolt-Belegschaft in Schweden.
Auch wenn das Momentum der Elektrifizierung insgesamt weiterhin stark sei, mĂŒsse man die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt tĂ€tigen, um dem Gegenwind auf dem Automobilmarkt zu begegnen, erklĂ€rte Northvolt-Chef Peter Carlsson. Alle Energie und Investitionen mĂŒssten nun auf dem KerngeschĂ€ft liegen: Ein erfolgreiches Hochfahren der GroĂserienproduktion von Batteriezellen in der Fabrik Northvolt Ett in SkellefteĂ„ sei entscheidend fĂŒr die Belieferung der Kunden und fĂŒr einen nachhaltigen GeschĂ€ftsbetrieb. Heute getĂ€tigte EntschlĂŒsse, so schwierig sie auch seien, seien fĂŒr die Zukunft von Northvolt erforderlich.
Northvolt Ett ist nach Unternehmensangaben die erste und einzige Gigafabrik fĂŒr Batteriezellen eines europĂ€ischen Unternehmens, die in Produktion gegangen ist. Seit Jahresbeginn hat sich die dortige Produktion demnach verdreifacht.
Carlsson hatte bereits im Sommer in einem Interview mit dem schwedischen Medium "Dagens industri" gesagt, dass Northvolt bei seinen ExpansionsplĂ€nen etwas zu aggressiv gewesen sei und diese nun auf den PrĂŒfstand kĂ€men. Wenige Wochen zuvor hatte Autobauer BMW DE0005190003 einen Auftrag fĂŒr Batteriezellen im Wert von zwei Milliarden Euro zurĂŒckgezogen.
Keine Folgen fĂŒr Heide
Der Bau des Northvolt-Werks im schleswig-holsteinischen Heide wurde in der Konzernmitteilung nicht erwĂ€hnt. Heide sei von der AnkĂŒndigung nicht betroffen, bestĂ€tigte ein Unternehmenssprecher.
Northvolt will bei Heide kĂŒnftig bis zu eine Million Batteriezellen fĂŒr Elektroautos pro Jahr bauen. Den Startschuss fĂŒr den Bau des 4,5-Milliarden-Euro-Projekts hatten Ende MĂ€rz unter anderem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) gegeben.
Der Volkswagen DE0007664039-Konzern ist an Northvolt beteiligt und will im groĂen Stil Batterien von den Schweden beziehen. Ende 2023 betrug der Anteil der Wolfsburger an Northvolt laut GeschĂ€ftsbericht 23 Prozent.

