Devisen: Eurokurs holt zwischenzeitliche Verluste wieder auf
29.01.2026 - 21:01:49Nach einem Tagestief von 1,1906 US-Dollar wurde zuletzt mit 1,1954 US-Dollar ein Tick mehr bezahlt als zur gleichen Zeit am Vortag. Die GemeinschaftswÀhrung blieb damit ihrem höchsten Stand seit dem Jahr 2021 nahe, der am Dienstag mit 1,2081 Dollar erreicht worden war.
Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1968 (Mittwoch: 1,1974) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete zu diesem Kurs 0,8355 (0,8351) Euro.
Anleger wurden am Donnerstag eine Zeit lang von den geopolitischen Drohungen der USA verunsichert. Deren AuĂenminister Marco Rubio hat dem Iran mit einem militĂ€rischen PrĂ€ventivschlag gedroht, falls die FĂŒhrung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. Irans ParlamentsprĂ€sident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte US-PrĂ€sident Donald Trump vor den Folgen eines Angriffs.
GedĂ€mpft wurde die Risikobereitschaft an den FinanzmĂ€rkten auch von einbrechenden Microsoft-Aktien US5949181045, nachdem der Softwareriese mit nachlassendem Wachstum neue Sorgen rund um KI-Investitionen schĂŒrte. Der Dollar wird in solchen Zeiten als sicherer Hafen gesucht, aber die erste Aufregung legte sich auch am US-Aktienmarkt wieder.
Die Zinsentscheidung in den USA hatte am Devisenmarkt keine groĂen Nachwehen mehr. Die Notenbank Fed hatte dort am Vortag den Leitzins wie erwartet nicht weiter gesenkt und in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Zudem hatte sie keine klaren Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinssenkung gegeben.
Nach EinschĂ€tzung von Experten der Dekabank haben die US-WĂ€hrungshĂŒter die wirtschaftliche Entwicklung des Landes etwas positiver bewertet. AuĂerdem gehe aus der Stellungnahme der Notenbank zur Zinsentscheidung hervor, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas besser eingeschĂ€tzt werde.

