Devisen: Euro unter Druck - US-Inflationserwartungen deutlich gestiegen
16.05.2025 - 17:07:57 | dpa.deDie GemeinschaftswÀhrung notierte zuletzt bei 1,1157 US-Dollar und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1194 (Donnerstag: 1,1185) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8933 (0,8940) Euro.
Am Freitagnachmittag stĂŒtzten US-Konjunkturdaten den Dollar und setzten den Euro entsprechend unter Druck. Am Markt wurde auf die von der UniversitĂ€t Michigan erhobenen Inflationserwartungen der Verbraucher verweisen. Diese sind im Mai auf kurze Sicht deutlich angestiegen, was es der US-Notenbank erschweren könnte, die Leitzinsen schnell zu senken. Entsprechend war die US-WĂ€hrung am Markt gefragt.
Auf Sicht von einem Jahr kletterten die Inflationserwartungen der US-Verbraucher von 6,5 Prozent im Vormonat auf 7,3 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 1981. Experten hatten einen unverĂ€nderten Wert erwartet. Die lĂ€ngerfristigen Inflationserwartungen legten von 4,4 Prozent auf 4,6 Prozent zu. Auch hier war keine Ănderung erwartet worden.
Vor dem Hintergrund der US-Zollpolitik hat sich die Stimmung der US-Verbraucher insgesamt ĂŒberraschend weiter eingetrĂŒbt. Dies sei auf den weiteren Anstieg der Inflationserwartungen zurĂŒckzufĂŒhren und deute darauf hin, dass die privaten Haushalte die Aussichten mit Blick auf die US-Zollpolitik weiterhin mit Sorge betrachteten, schrieb die fĂŒr Nordamerika zustĂ€ndige Volkswirtin Alexandra Brown von Capital Economics. Angesichts der jĂŒngsten Deeskalation mit China erwartet sie jedoch im nĂ€chsten Monat eine deutliche Stimmungsverbesserung.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,84270 (0,84240) britische Pfund, 163,05 (163,30) japanische Yen und 0,9381 (0,9377) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 3.174 Dollar. Das waren etwa 66 Dollar weniger als am Donnerstag.
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