Devisen, Euro

Devisen: Euro gibt etwas nach

11.03.2026 - 16:41:37 | dpa.de

Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Mittwoch etwas nachgegeben.

Am Nachmittag kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1575 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch ĂŒber 1,16 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1581 (Dienstag: 1,1641) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8634 (0,8590) Euro.

Der Euro geriet am Nachmittag wieder etwas unter Druck. Grund waren auch die gestiegenen Ölpreise. Der Dollar als WeltleitwĂ€hrung wurde wieder verstĂ€rkt gesucht. Zudem dĂŒrfte die US-Wirtschaft weniger durch die Ölpreisentwicklung belastet sein. Schließlich sind die USA ein Nettorohölexporteur. Zu Wochenbeginn hatte noch die Erwartung eines baldigen Endes des Kriegs den Euro gestĂŒtzt.

Aussagen aus den Reihen der EuropÀischen Zentralbank (EZB) zur Inflationsentwicklung und zu möglichen geldpolitischen Entscheidungen hatten den Euro am Morgen kaum bewegt. EZB-PrÀsidentin Christine Lagarde hatte bei einem französischen Fernsehsender versichert, alles Notwendige tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten.

Es solle sichergestellt werden, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten keinen Inflationsschub auslösen werden wie zuletzt in den Jahren 2022 und 2023, sagte Lagarde. Damals hatte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Preise nach oben getrieben.

EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir sieht wegen der Folgen des Kriegs im Nahen Osten die Möglichkeit einer schnelleren Zinserhöhung als bisher gedacht. "Ich wĂŒrde sagen, eine Reaktion der EZB ist möglicherweise nĂ€her als viele denken", sagte der PrĂ€sident der Notenbank der Slowakei. Konkret wollte der Notenbanker nicht ĂŒber den Zeitpunkt einer Zinserhöhung spekulieren. "Aber wir werden bereit sein, bei Bedarf zu handeln", versicherte Kazimir.

Die Inflationsdaten aus den USA bewegten den Devisenmarkt kaum, da sie im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent. Bereits im Januar hatte die Teuerung auf diesem Wert gelegen und Analysten hatten im Schnitt eine unverÀnderte Rate erwartet.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86363 (0,86545) britische Pfund, 183,63 (183,67) japanische Yen und 0,9031 (0,9027) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.177 Dollar. Das waren etwa 15 Dollar weniger als am Vortag.

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