Devisen: Fed-Protokoll lÀsst Euro im US-Handel nur kurz hochspringen
20.08.2025 - 21:06:22Zuletzt wurde die GemeinschaftswÀhrung zu 1,1656 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte sie mit um die 1,162 Dollar tiefer notiert. Das Tageshoch lag bei 1,1674 Dollar. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1651 (Dienstag: 1,1682) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8582 (0,8560) Euro.
Das Protokoll der letzten Notenbanksitzung (Fed) von Ende Juli machte deutlich, dass die meisten Fed-Vertreter das Inflationsrisiko höher bewerten als die Sorgen um den Arbeitsmarkt. Trumps Zollpolitik sorgt unterdessen fĂŒr eine wachsende Kluft innerhalb des Zinsausschusses. Die Notenbanker hatten den Leitzins im vergangenen Monat unverĂ€ndert in einer Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent belassen. Sie begrĂŒndeten dies mit einer gestiegenen Unsicherheit, nachdem sich die Konjunktur im ersten Halbjahr abgeschwĂ€cht hat. In ihrer ErklĂ€rung dazu hatten sie den Arbeitsmarkt als "solide" bezeichnet, die Inflation als dagegen nach wie vor "etwas hoch".
US-PrĂ€sident Donald Trump versuchte unterdessen mit einer nĂ€chsten RĂŒcktrittsforderung Einfluss auf die Besetzung des Vorstandes Fed zu nehmen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Cook muss zurĂŒcktreten, jetzt!!!", und verlinkte einen Medienbericht. Der Fed-Gouverneurin Lisa Cook wird darin vorgeworfen, falsche Angaben gemacht zu haben, um bessere Kreditbedingungen bei ImmobiliengeschĂ€ften zu bekommen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Brief des Chefs der staatlichen HĂ€userfinanzierungsbehörde, Bill Pulte, an die US-Justizministerin Pam Bondi berichtete. Beide stehen Trump nah. Bislang wurde keine Anklage erhoben.
Seit Monaten ĂŒbt Trump Druck aus, um eine Senkung des Leitzinses zu bewirken. Vor allem Fed-Chef Jerome Powell geriet mehrfach ins Visier des PrĂ€sidenten.
Hinweise auf das weitere Vorgehen der Fed könnte das an diesem Donnerstag startende Notenbanktreffen in Jackson Hole liefern. "Zwar rechnet der Markt mehrheitlich mit einer Zinssenkung der US-Notenbank im September, die Erwartungen haben sich in der letzten Woche aber leicht abgeschwĂ€cht", schreiben die Experten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen. Hintergrund ist der zuletzt unerwartet starke Anstieg der Erzeugerpreise in den USA. Zinssenkungen wĂŒrden tendenziell den Dollar belasten.

