Devisen: Euro nÀhert sich nach US-Inflationszahlen 1,15-Dollar-Marke
11.06.2025 - 21:05:29WÀhrend Inflationsdaten aus den USA den US-Dollar belasteten, erreichte die GemeinschaftswÀhrung ihren höchsten Stand seit April, indem der Kurs in der Spitze knapp an der Marke von 1,15 US-Dollar vorbeischrammte.
Zuletzt kostete ein Euro dann im New Yorker Handel 1,1487 Dollar, nachdem das Tagestief zu Beginn des europÀischen Handels noch nahe bei 1,14 Dollar gelegen hatte. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1433 (Dienstag: 1,1429) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8746 (0,8749) Euro.
Die Inflationsrate in den USA ist im Mai zwar wie erwartet leicht auf 2,4 Prozent gestiegen. Die aussagekrÀftigere Kernrate (ohne Energie- und Lebensmittelpreise) fiel jedoch auf 2,8 Prozent und im Vergleich zum April waren die Verbraucherpreise weniger stark gestiegen als von Volkswirten im Schnitt gedacht.
"Zwar zeigen sich in Teilbereichen gewisse Auswirkungen der höheren Zölle, insgesamt ist deren preistreibender Effekt zumindest bislang schwĂ€cher als befĂŒrchtet", kommentierten die Volkswirte der Commerzbank. "Damit wird eine Zinssenkung der Fed in absehbarer Zeit wahrscheinlicher." Eine Senkung bereits nĂ€chste Woche sei allerdings nahezu ausgeschlossen. Sinkende Zinsen belasten tendenziell eine WĂ€hrung.
Fortschritte bei den US-chinesischen HandelsgesprĂ€chen hatten keine gröĂeren Auswirkungen am Devisenmarkt. Beide LĂ€nder haben sich nach Angaben von US-PrĂ€sident Donald Trump bei neuen HandelsgesprĂ€chen grundsĂ€tzlich auf einen Abbau von ExportbeschrĂ€nkungen bei seltenen Erden verstĂ€ndigt. Die formelle Zustimmung durch ihn selbst und Chinas Staatschef Xi Jinping stehe noch aus, schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.

