Devisen: Euro fÀllt nach EU-/ USA-Zolldeal leicht
Veröffentlicht am: 28.07.2025 um 08:43 Uhr | dpa.deDie GemeinschaftswÀhrung wurde zuletzt bei 1,1716 US-Dollar und damit leicht unter dem Niveau vom Freitagabend gehandelt. Damit liegt der Eurokurs weiter in der Spanne zwischen 1,16 und 1,18 Dollar, innerhalb der die europÀische WÀhrung seit Ende Juni pendelt.
Nachdem sich die Einigung bereits Ende vergangener Woche abgezeichnet habe, konnte sie am Devisenmarkt kaum mehr ĂŒberraschen, sagten HĂ€ndler. Da am Montag keine wichtigen Konjunkturdaten anstehen, rechnen Experten mit einem ruhigen Handel. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch und anderen wichtigen Daten gegen Ende der Woche wolle sich niemand positionieren.
Seit dem Amtsantritt von US-PrĂ€sident Donald Trump im Januar befindet sich der Euro im Aufwind und wertete um rund 13 Prozent auf. Trump selbst hatte jĂŒngst die Dollar-SchwĂ€che mit Chancen fĂŒr mehr Wirtschaftswachstum gerechtfertigt. Mit einem starken Dollar könnten keine GeschĂ€fte gemacht werden und es kĂ€men keine auslĂ€ndischen Touristen in die USA, sagte er am Freitag. "Man kann keine Traktoren verkaufen, man kann keine Trucks verkaufen, gar nichts."
Er rÀumte aber ein, dass ein starker Dollar gegen die Inflation helfe - diese gebe es aber gar nicht in den USA, behauptete Trump. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums war allerdings die Preissteigerung im Juni unerwartet stark angestiegen - im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,7 Prozent.
GrundsĂ€tzlich kann ein schwacher Dollar die Nachfrage aus dem Ausland stimulieren und damit kurzfristig zu mehr Export fĂŒhren und das Wachstum damit ankurbeln. Zu schwache WĂ€hrungen können allerdings auch problematisch bei der BekĂ€mpfung der Inflation sein: Denn fĂŒr die Amerikaner bedeutet das unter anderem, dass sie fĂŒr importierte Produkte mehr Geld auf den Tisch legen mĂŒssen und Reisen ins Ausland teurer werden.
