Devisen: Euro im US-Handel auf Berg- und Talfahrt nach US-Arbeitsmarktbericht
16.12.2025 - 20:48:43 | dpa.deRund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street war die GemeinschaftswĂ€hrung zurĂŒck auf dem Niveau vom Vormittag und wurde mit 1,1752 US-Dollar gehandelt. Nach den wegen des Shutdowns nachgereichten Daten fĂŒr Oktober und November war sie kurzzeitig noch bis ĂŒber 1,18 Dollar und damit den höchsten Stand seit Ende September geklettert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1776 (Montag: 1,1753) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8491 (0,8508) Euro.
Der am Nachmittag vorgelegte US-Arbeitsmarktbericht fiel durchwachsen aus. Der BeschĂ€ftigungsanstieg war etwas höher als erwartet. Dies gilt allerdings auch fĂŒr die Arbeitslosenquote, wĂ€hrend sich die Stundenlöhne schwĂ€cher als prognostiziert entwickelten.
Nach den Jobdaten wird die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Fed im Januar aktuell bei rund 24 Prozent gesehen. Experten sprachen zwar von einer AbschwĂ€chung des Arbeitsmarktes, was eine baldige nĂ€chste Zinssenkung rechtfertigen könnte, aber eine deutliche Lockerung dĂŒrfte es angesichts von widersprĂŒchlichen Signalen kaum geben.
Kay Haigh von Goldman Sachs Asset Management rechnet wegen der vorausgegangenen Turbulenzen durch den teilweisen Regierungsstillstand (Shutdown) nicht damit, dass die Fed den Daten besondere Aufmerksamkeit schenken wird.
SchwÀcher als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone belasteten den Eurokurs indes nicht. Die Unternehmensstimmung im Euroraum verschlechterte sich im Monat Dezember unerwartet deutlich. Der Einkaufsmanagerindex signalisiert aber weiterhin ein wirtschaftliches Wachstum.
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