Devisen: Euro auch im US-Handel kaum verÀndert
25.07.2024 - 20:23:22Bereits im europĂ€ischen GeschĂ€ft hatte die Bekanntgabe schwacher Konjunkturdaten kaum fĂŒr Impulse gesorgt. Zuletzt wurde die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,0852 Dollar gehandelt. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0851 (Mittwoch: 1,0848) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9215 (0,9218) Euro.
Der Euro hatte im europĂ€ischen Handel zwar zunĂ€chst noch etwas zugelegt. Nach schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland gab er jedoch seine Gewinne wieder ab. Die Aussichten fĂŒr eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland haben sich weiter verschlechtert. Das viel beachtete Ifo-GeschĂ€ftsklima ist im Juli den dritten Monat in Folge gesunken. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg erwartet.
"Der dritte RĂŒckgang in Folge ist ein weiterer DĂ€mpfer fĂŒr die Hoffnungen auf ein Anhalten der wirtschaftlichen Erholung in den Sommermonaten", kommentierte Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ Bank. "Ohne eine Stabilisierung der Industriekonjunktur, die angesichts der schwachen Daten nicht in Sicht ist, droht ein RĂŒckfall in eine rezessive Phase." Zudem wĂŒrde bei den privaten Haushalten die KaufzurĂŒckhaltung weiter dominieren. Auch in Frankreich trĂŒbte sich das GeschĂ€ftsklima im Juli deutlich ein.
Besser als erwartet ausgefallene Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA belasteten den Euro nicht. Das Wirtschaftswachstum hat sich stĂ€rker als erwartet beschleunigt. "Die gröĂte Volkswirtschaft der Welt scheint derzeit immun gegenĂŒber den globalen wirtschaftlichen Problemen zu sein", schreibt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "WĂ€hrend Europa unter der schwachen Entwicklung des globalen Verarbeitenden Gewerbes leidet, hĂ€lt die US-Wirtschaft hier ihren starken inlĂ€ndischen Verbrauch dagegen."

