Devisen: Euro pendelt um 1,07 US-Dollar
14.06.2024 - 21:08:29Kurz nach dem Start an der Aktienbörse Wall Street war er mit 1,0668 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen. Dann erholte sich die GemeinschaftswÀhrung leicht und wurde zuletzt mit 1,0699 Dollar gehandelt. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,0686 (Donnerstag: 1,0784) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9358 (0,9272) Euro.
Erneut war es die hohe politische Unsicherheit in Frankreich gewesen, die die GemeinschaftswĂ€hrung unter Druck setzte. Der Ausgang der Europawahl am vergangenen Sonntag hatte den französischen StaatsprĂ€sidenten Emmanuel Macron dazu bewogen, Parlamentswahlen auszurufen, denn sein Mitte-BĂŒndnis hatte eine herbe Niederlage erlitten. An den MĂ€rkten wird nun eine MachtĂŒbernahme europakritischer KrĂ€fte aus dem rechten politischen Lager befĂŒrchtet. Dies könnte sich negativ auf die ohnehin angespannte Haushaltslage des zweitgröĂten Eurolandes und damit die StabilitĂ€t des WĂ€hrungsraums auswirken. GewĂ€hlt wird in Frankreich nun am 30. Juni und 7. Juli.
Die steigenden politischen Risiken treffen auf Staatsfinanzen, die sich nach EinschÀtzung von Jörg KrÀmer, Chefvolkswirt der Commerzbank, in vielen MitgliedslÀndern bereits in einer heiklen Situation befinden. "Eine funktionierende WÀhrungsunion setzt eine enge Kooperation der Mitgliedsstaaten voraus, was rechte Parteien jedoch als Eingriff in die nationale SouverÀnitÀt ablehnen", sagte KrÀmer.

