WĂ€hrung, Österreich

Devisen: Euro trotz vieler Konjunkturdaten wenig verÀndert zum US-Dollar

30.04.2025 - 16:48:22

Der Kurs des Euro EU0009652759 hat sich am Mittwoch trotz der Veröffentlichung einer Reihe von wichtigen Konjunkturdaten kaum bewegt.

Am Nachmittag wurde die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,1360 US-Dollar gehandelt. Er bewegte sich so auf dem Niveau aus dem frĂŒhen Handel. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1373 (Dienstag: 1,1373) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8792 (0,8792) Euro.

Besonders beachtet wurden die Zahlen zum Wachstum der US-Wirtschaft. Diese war zum Jahresstart wegen stark gestiegener Einfuhren erstmals seit dem Jahr 2022 geschrumpft. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte zwar erst Anfang April seine Zölle gegenĂŒber fast allen LĂ€ndern dieser Welt angekĂŒndigt und sie dann teilweise wieder zurĂŒckgenommen. Die Importe sind aber schon vor der Zollentscheidung im MĂ€rz deutlich gestiegen. US-Unternehmen wollten sich offenbar nochmal mit auslĂ€ndischen Produkten eindecken.

"Insgesamt sind die Daten nur auf den ersten Blick als SchwĂ€che zu interpretieren und noch kein Anzeichen fĂŒr einen wirtschaftlichen Absturz", kommentierte Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz. "Ob das so bleibt, hĂ€ngt aber ganz zentral von den Entscheidungen im Weißen Haus ab. Ein Einbruch der Wirtschaft wĂ€re die wohl unnötigste Rezession aller Zeiten."

In der Eurozone ist die Wirtschaft zum Jahresbeginn hingegen stĂ€rker als erwartet gewachsen. In den 20 LĂ€ndern des WĂ€hrungsraums hat die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Die deutsche Wirtschaft ist nur um 0,2 Prozent gewachsen. "Zwar dĂŒrfte das riesige Finanzpaket die Konjunktur im kommenden Jahr anschieben", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer. "Aber viele Unternehmen vermissen in Deutschland einen wirtschaftspolitischen Neustart, der nach der jahrelangen Erosion der StandortqualitĂ€t notwendig wĂ€re."

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85180 (0,84980) britische Pfund, 162,68 (162,28) japanische Yen und 0,9389 (0,9392) Schweizer Franken fest. Die Feinunze kostete am Nachmittag in London 3.295 Dollar. Das waren etwa 22 Dollar weniger als am Vortag.

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