Devisen: Euro ĂŒber 1,08 US-Dollar - Yen erholt nach Rutsch auf Tief seit 1990
27.03.2024 - 13:25:32Am Mittwochmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0832 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0855 Dollar festgesetzt.
Am Morgen hatten Daten zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im MĂ€rz positive Signale gesendet. Der Economic Sentiment Indicator stieg laut EuropĂ€ischer Kommission im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 96,3 ZĂ€hler. In fast allen wichtigen Sektoren verbesserte sich die Stimmung, auĂer in der Bauwirtschaft.
Der Yen verzeichnete unterdessen Kursgewinne gegenĂŒber dem Dollar, nachdem Japans Finanzminister Shunichi Suzuki seine Handlungsbereitschaft im Kampf gegen die starke Abwertung der LandeswĂ€hrung betont hatte. Die japanische WĂ€hrung stieg auf den höchsten Stand des Tages und stabilisierte sich bei 151,04 Yen fĂŒr einen Dollar. Der Yen hatte zuvor seinen tiefsten Stand gegenĂŒber dem Dollar seit 1990 erreicht und so zu Spekulationen ĂŒber mögliche Interventionen gefĂŒhrt.
Fachleute erklĂ€ren die SchwĂ€che des Yen vor allem mit der Erwartung, dass die Geldpolitik der japanischen Notenbank Bank of Japan (BoJ) auf absehbare Zeit locker bleiben wird. In diese Richtung hatte sich unlĂ€ngst auch ein ranghoher Notenbanker geĂ€uĂert.
Die schwedische Nationalbank Riksbank öffnete unterdessen am Morgen die TĂŒr fĂŒr eine mögliche Zinssenkung. Sie stellte fĂŒr Mai eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht und gab damit der von einer Rezession geplagten schwedischen Wirtschaft Hoffnung. Die schwedische Krone schwĂ€chte sich nach der Entscheidung ab.

