Devisen: Eurokurs steigt auf höchsten Stand in diesem Jahr
04.03.2025 - 17:24:10 | dpa.deAm Nachmittag kletterte der Kurs zeitweise bis auf 1,0559 US-Dollar. Zuletzt kostete er 1,0524 Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch unter 1,05 Dollar notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0557 (Montag: 1,0465) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9472 (0,9555) Euro.
Vor allem die jetzt neu geplanten Staatsausgaben fĂŒr die Verteidigungsindustrie stĂŒtzten den Euro. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat einen Plan vorgeschlagen, um die Verteidigungsausgaben in Europa massiv zu erhöhen. Insgesamt könne Europa so nahezu 800 Milliarden Euro mobilisieren, sagte von der Leyen in BrĂŒssel.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet jetzt nicht mehr, dass der Euro auf die ParitĂ€t zum Dollar zurĂŒckfĂ€llt. Auch die Deutsche Bank sieht eine geringere Wahrscheinlichkeit fĂŒr einen Fall auf die ParitĂ€t. "Die derzeitige Ausgabenwelle in Europa, wird zu mehr Zusammenhalt und SolidaritĂ€t fĂŒhren und den Euro stĂ€rken", sagte Ales Koutny, Ăkonom bei Vanguard Asset Management.
Auch die Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump belastet den Dollar. China und Kanada reagieren auf die neuen US-Importzölle ihrerseits mit Gegenzöllen. Auch Mexiko stellte GegenmaĂnahmen in Aussicht, lieĂ die genauen Details zunĂ€chst aber noch offen. Viele Ăkonomen erwarten, dass die Zölle das US-Wirtschaftswachstum belasten könnten. Zwar gerieten auch der mexikanische Peso und das kanadische Pfund zum Euro unter Druck. Die KursabschlĂ€ge hielten sich jedoch in Grenzen.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,82788 (0,82530) britische Pfund, 156,50 (158,33) japanische Yen und 0,9371 (0,9428) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.908 Dollar. Das waren etwa 15 Dollar mehr als am Vortag.
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