Devisen: Euro fÀllt im US-Handel unter 1,05 US-Dollar
26.11.2024 - 20:57:56Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Dienstag im US-Handelsverlauf unter die Marke von 1,05 US-Dollar gefallen. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0467 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,0522 (Montag: 1,0495) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9504 (0,9528) Euro gekostet.
Eine ausgeprĂ€gte Dollar-StĂ€rke hielt den Euro im Zaum. Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hatte angekĂŒndigt, dass er an seinem ersten Amtstag hohe Importzölle auf alle Waren aus Mexiko und Kanada sowie zusĂ€tzliche Zölle auf Waren aus China verhĂ€ngen will. Trumps AnkĂŒndigung sorgte fĂŒr eine allgemein trĂŒbere Stimmung an den FinanzmĂ€rkten, was dem als sicher geltenden Dollar im Handel mit den meisten anderen wichtigen WĂ€hrungen Auftrieb verlieh.
Mit den angedrohten Zöllen wolle Trump ZugestĂ€ndnisse bei der BekĂ€mpfung der DrogenkriminalitĂ€t und beim illegalen GrenzĂŒbertritt erzwingen, schrieben die Experten von Capital Economics. Das bedeute, dass es fĂŒr die betroffenen LĂ€nder möglich sein könnte, die Zölle abzuwehren. Der wichtigere Punkt ist jedoch ihrer Auffassung nach, dass die Drohung, gleich am ersten Tag Zölle zu erheben, die Ansicht bestĂ€tigt, dass Trump wahrscheinlich viel schneller Zölle erheben wird als wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit.
US-Konjunkturdaten lieferten keine klaren Impulse. So hat sich die Stimmung der Verbraucher im November auf bereits hohem Niveau etwas weiter verbessert. Analysten hatten dies in etwa erwartet. Die NeubauverkĂ€ufe gingen zwar im Oktober im Monatsvergleich weitaus deutlicher zurĂŒck als prognostiziert, doch ist diese GröĂe sehr schwankungsanfĂ€llig. Sie spiegelt damit nur bedingt die aktuelle Lage am wichtigen Immobilienmarkt wider. Auch vom Protokoll der Sitzung der US-Notenbank Fed von Anfang November gingen keine neuen Impulse aus.

