Devisen: Eurokurs legt zum US-Dollar weiter zu - Japanischer Yen unter Druck
20.01.2026 - 09:29:15Wie bereits zu Beginn der Handelswoche profitierte die GemeinschaftswĂ€hrung von einer SchwĂ€che des US-Dollars. Am Morgen stieg der Euro knapp ĂŒber 1,17 Dollar und wurden damit etwa einen halben Cent höher gehandelt als am Vorabend.
Am Morgen stand der Dollar im Handel mit fast allen anderen wichtigen WĂ€hrungen unter Druck. Nach EinschĂ€tzung von Analysten der Dekabank belasten geopolitische Spannungen rund um den Grönland-Streit den Dollar. Sie sprachen von "Sell-America-Trades", die derzeit zu beobachten seien. Eine weitere Eskalation des Grönland-Konflikts wĂŒrde dem Euro neuen Auftrieb verleihen, heiĂt es in der Analyse.
Unter Druck stand auch der japanische Yen. Nach der AnkĂŒndigung von vorgezogenen Neuwahlen wird am Markt eine gröĂere Mehrheit fĂŒr die amtierende Regierungschefin Sanae Takaichi erwartet. Diese hĂ€tte es dann leichter, ihre WachstumsplĂ€ne durch höhere Staatsausgaben durchzusetzen. Nach EinschĂ€tzung der Dekabank verstĂ€rken sich die Fiskalsorgen in Japan und der Anstieg der Renditen fĂŒr Staatsanleihen gehe weiter.
Im weiteren Handelsverlauf stehen unterdessen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die fĂŒr Impulse sorgen könnten. Am Vormittag werden die Konjunkturerwartungen des Zentrums fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) fĂŒr Deutschland erwartet. An der allgemein von Sorgen geprĂ€gten Stimmung dĂŒrfte auch der verbessert erwartete ZEW-Indikator nichts Ă€ndern, heiĂt es in einer EinschĂ€tzung der Landesbank Hessen-ThĂŒringen.

